Melk will mit Olympiasiegerin zu mehr Tourismus. Unter dem Motto „Wir sind so frei“ will Stadt Melk Minus bei Tourismus abfedern. Mehrere Packages im Angebot.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:56)
Radeln mit Ex-Skistar Michaela Dorfmeister ist eines von vielen Angebote an Touristen.
Gleiß/ Stadt Melk

Mit fast 79.000 Touristen im Jahr 2019 bejubelte die Stadt Melk noch im Jänner ein Rekordergebnis. Der aktuelle Blick in die touristenarme Innenstadt und die verwaiste Schifffahrtsstation lässt für das Jahr 2020 einen massiven Einbruch befürchten.

Gerade Touristen aus Asien und Deutschland fehlen in der Stadt. Erste Prognosen der Stadtgemeinde gehen von einem Minus in der Höhe von 900.000 Euro aus – mit eingerechnet sind dabei auch die Mindereinnahmen durch die Ticketabgabe im Stift Melk und bei den Bus-Parkgebühren.

Mit Dorfmeister durch die Wachau radeln

Mit dem Motto „Wir sind so frei“ wollen VP-Stadtchef Patrick Strobl und die Tourismusbetriebe dem starken Rückgang entgegensteuern und die Menschen in die Stadt locken. „Das Motto soll signalisieren, dass wir frei von Corona sind und man endlich wieder raus darf“, erklärt Strobl.

Mit einem Extra-Werbebudget von rund 40.000 Euro startete vergangene Woche eine österreichweite Werbekampagne mit TV-Einschaltungen und Bewerbungen auf Mediaboards entlang der A1 und der Wiener Südost-Tangente. Präsentiert wurde zuletzt auch das neue Maskottchen „Löwi“, welches den Kindern die Vorzüge der Stadt vermitteln soll.

Um den Touristen die Vielfalt der Region zu zeigen, wurden eigens unterschiedliche Tourismuspakete kreiert. Touristen können mittels Homepage auswählen, welche Hotelkategorie und welches Paket sie möchten, danach wird der Preis angezeigt. Darunter etwa eine Wachau-Radtour mit Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister oder eine Stiftsführung samt Meet&Greet mit Abt Georg Wilfinger und Stadtchef Patrick Strobl. „Für Michaela ist es ein Freundschaftsdienst. Uns kostet es nichts, weil es auch vom Sportland unterstützt wird“, betont Strobl.