Die Leidenschaft treibt Alfred Luger an. Seit seiner Jugend engagiert sich Alfred Luger aus Bergland ehrenamtlich. Soziale Projekte und die Volkskultur sind für den 51-Jährigen Herzensangelegenheiten.

Von Denise Schweiger und Philipp Haunschmid. Erstellt am 02. November 2018 (00:35)
privat
Alfred Luger

Eigentlich hatte Alfred Luger einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen. Er absolvierte die Ausbildung zum Programmierer in der HTL Waidhofen. Ein Job mit Computern, Kabeln und vielen Stunden vor dem Monitor. Heute arbeitet Luger vor allem mit zwei Komponenten: Menschen und Musik. Vieles davon macht er freiwillig.

Der 51-Jährige aus Bergland hat früh angefangen, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Als Landjugend-Mitglied war er etwa schon in seiner Jugend für seine Heimatgemeinde aktiv. „Mich bei Projekten einzubringen, macht mir einfach Spaß“, schmunzelt Luger. Und das hat sich nach wie vor nicht geändert. Besonders im kulturellen Bereich, denn die Volksmusik hat ihn sein Leben lang begleitet. Steirische Harmonika, Tuba, Jagd- und Tenorhorn, Kontrabass und Gitarre. Auch fernab der Musikschulstunden beschäftigte sich Luger mit Instrumenten. So sehr, dass er ein langjähriges Mitglied im Blasmusikverein Steinakirchen war und den ortsansässigen Volkstanz-Verein leitete.

2008 gründete er eine Plattform für gleichgesinnte Volksmusiker, das Netzwerk der Mostviertler Volksmusikanten. „So etwas gab es vorher nicht. Ich dachte mir, es wäre doch toll, wenn man Menschen mit der gleichen Leidenschaft verbindet“, erzählt Luger, wie er auf die Idee kam. Mittlerweile hat sich dieses Netzwerk einen Namen gemacht, und zwar weit über die Bezirksgrenzen hinaus.

Im Radio und für die Melker NÖN im Einsatz

Jährlich veranstaltet der Verein eine Wallfahrt der Volksmusikanten zum Sonntagberg. Über 1.000 Musikbegeisterte nehmen an diesem jährlichen Event mittlerweile teil. „2014 haben wir dafür den Kulturpreis verliehen bekommen“, zeigt sich Luger noch immer stolz.

Es war allerdings nicht der erste Kulturpreis für eine Organisation, bei der sich der 51-Jährige engagiert: 2012 erhielt ihn das Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich (kurz: BhW) für das Projekt „Barrierefreie Erwachsenenbildung in Niederösterreich“. Luger war damals Projektleiter. „Wir prüften dabei über 100 Gemeinden auf Barrierefreiheit“, erinnert er sich zurück. Heute ist Lugers Kalender nach wie vor voll: Er unterrichtet als Musiklehrer in der Musikschule Donauklang, ist als Bhw-Leiter in der Gemeinde Bergland und beim Netzwerk der Mostviertler Volksmusikanten aktiv.

Zudem ist der Bergländer auch im Radio zu hören: Jeden dritten Samstag im Monat setzt er den Fokus bei Radio Maria mit seiner Sendung „Hoamatklang“ auf regionale Volksmusik. Seit Juli verstärkt Luger auch das Team der Melker NÖN und berichtet wöchentlich über Ereignisse in den Gemeinden Bergland, Petzenkirchen und Neumarkt.