Nach Bluttat: Maria Taferl unter Schock. Ein 61-jähriger Pensionist soll nach einem Streit seine 50-jährige Ehefrau im gemeinsamen Haus in einem Ortsteil von Maria Taferl angeschossen haben.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 29. März 2020 (10:53)

Nach der Tat am Samstag um 20.30 Uhr lief der Mann zu seinem Nachbarn. Noch an der Tür teilte er diesem mit, dass er seine Frau erschossen habe, berichten Augenzeuge der NÖN. Daraufhin lief die Frau des Nachbarn zum Tatort und fand das Opfer in der Küche. Der Verdächtige, der selbst die Polizei rief, ließ sich widerstandslos festnehmen. Seine Frau wurde in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen, sie ist aber nicht in Lebensgefahr. Noch am Sonntag erfolgt die Einvernahme des Täters, die Übermittlung hat das Landeskriminalamt übernommen.

Geschockt von der Tat des Mannes zeigt sich Maria Taferls VP-Bürgermeister Heinrich Strondl. Er kannte den Mann flüchtig, saß zuletzt im Zuge des Gemeinderatswahlkampfes im Jänner in dessen Haus: „Er ist ein freundlicher und friedlicher Mann und war nie ungut. So eine Tat hätte ich ihm nie zugetraut.“ Unter Schock stehen auch die Nachbarn in der kleinen Katastralgemeinde des Wallfahrtsortes. „Natürlich ist die Aufregung dort sehr groß, zudem die Coronakrise ohnedies uns alle fordert. Man kann in die Leute halt nicht hineinschauen“, meint Strondl.