Ärger mit Hund im Zug. Pendlerin mit Hund ärgert sich über die Tarife der ÖBB für ihren tierischen Begleiter. Die ÖBB erklärt: „Nachfrage nach Jahreskarte für Hunde besteht nicht.“

Von Denise Schweiger. Erstellt am 18. August 2017 (05:00)
privat
Hund Kito ist mit seinem Frauchen von Montag bis Freitag mit den Zügen der ÖBB unterwegs.

Eine NÖN-Leserin, die ihren Namen in der Zeitung nicht lesen möchte, pendelt von Montag bis Freitag von St. Pölten nach Melk mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in die Arbeit.

Immer mit dabei hat sie ihren Hund Kito. „Ich fahre schon seit Jahren mit den ÖBB und kaufe immer eine Jahreskarte für mich. Für meinen Hund muss ich jeden Monat extra zahlen, es gibt leider keine Jahreskarte für Hunde. Ich frage mich, warum das so ist“, wundert sich die 22-Jährige über den fehlenden Tarif.

Im NÖN-Gespräch verrät ÖBB-Sprecher Karl Leitner, dass die Pendlerin mit ihrem Wunsch nach einer Jahreskarte für Hunde in der klaren Minderheit ist: „Es besteht eigentlich nahezu keine Nachfrage nach einer Hunde-Jahreskarte, daher haben wir dieses Ticket nicht im Tarifsortiment.“

„Es besteht nahezu keine Nachfrage nach einer Hunde-Jahreskarte, deswegen bieten wir sie auch nicht an.“Karl Leitner, Sprecher der ÖBB

Der Ärger der Pendlerin ist damit allerdings nicht vorbei: „In Wien fährt der Hund auch noch gratis mit, wenn man eine Jahreskarte hat. Warum zahlt man für den Hund in Niederösterreich extra?“, fragt sie sich. Karl Leitner hat auch darauf eine Antwort und informiert: „Für Hundefahrkarten gibt es bei uns grundsätzlich Ermäßigungen. Wenn der Besitzer ihn in einer Box transportiert, fährt dieser auch gratis. Kleine, ungefährliche und in geeigneten Behältnissen untergebrachte Tiere werden nämlich unentgeltlich mitbefördert.“ Wenn ein Hund nicht in einer Transportbox mitfährt, muss dieser unbedingt mit einer kurzen Leine und einem Maulkorb ausgestattet werden.

Abgesehen von Einzelfahrten sind Wochen- sowie Monatskarten für Hunde erhältlich. „Der Ticketpreis ist dabei gleich wie für eine Person“, so der Sprecher der ÖBB.