Arbeiterkammer-Wahl: „Unser Eintreten wurde honoriert“. Die FSG geht bei der Wahl als klarer Sieger hervor.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 09. April 2019 (05:30)
FSG, FPÖ
Richard Punz (Ruprechtshofen) von der FA-FPÖ.

Die Arbeiterkammer Wahl ist geschlagen: 4.579 Arbeitnehmer aus dem Bezirk Melk haben ihre Stimmzettel abgegeben. Gültig davon waren 4.430.

„Es liegen ein paar anstrengende Tage hinter uns, aber wir haben es geschafft“, ist AK-Melk Chef Peter Reiter erleichtert. Rund 420 Stunden wurden von ihm und seinen Helfern in die Wahl investiert. „Ich bin sehr stolz auf den reibungslosen Ablauf. Und das ist bei 33 Kommissionen nicht selbstverständlich“, berichtet er.

Die Freiheitlichen sehen sich als Alternative

Doch wie hat der Bezirk gewählt? Ganz klarer Sieger, wie im gesamten Bundesland, ist die FSG. Laut Endergebnis erreichten die Sozialdemokratischen Gewerkschafter 61,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das sind 1,4 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2014. Auf Platz zwei kommt die Liste NÖAAB-FCG mit 21,8 Prozenten, gefolgt von den Freiheitlichen Arbeitnehmer-FPÖ mit 13 Prozent. Während die FA-FPÖ an Stimmen zulegen konnte, büßte die Volkspartei Niederösterreich NÖAAB–FCG 3,2 Prozentpunkte ein.

Die Sozialdemokraten feiern ihren Sieg. „Wir haben ein sensationelles Ergebnis erzielt. Das zeigt, dass die Arbeitnehmer wissen, wer ihre wahren Vertreter sind“, freut sich Erwin Gattinger von der FSG. Er ist sich sicher, dass das konsequente Eintreten für die Rechte der Arbeitnehmer honoriert wurde. „Diesen Weg wollen wir weiter gehen“, plant Gattinger für die nächsten Jahre.

FSG, FPÖ
Erwin Gattinger (St. Owald) von der FSG.

Einer, der noch Grund zum Feiern hat, ist Richard Punz von den Freiheitlichen. „Mit einem Stimmenanteil von 13 Prozent liegen wir deutlich über dem Landesschnitt und sind der zweitbeste freiheitliche Bezirk in Niederösterreich“, lächelt Punz. Er sieht seine Partei klar als eine Alternative zur ÖVP. Doch für die nächsten Jahre strebt er Änderungen an. „Ganz klar bedarf es einer AK- und einer Wahlreform. Die Kammer muss zurück zu ihren Kernaufgaben, anstatt einseitige Gesellschaftspolitik zu betreiben“, gibt er an.

Ein wenig abgeschlagen, aber doch auf dem zweiten Platz reihte sich Johann Hintersteiner mit seinem NÖAAB ein. „Egal, ob ein Wahlergebnis gut oder schlecht ist, zufriedengeben darf man sich nie“, resümiert Hintersteiner. In den nächsten Jahren wird man vermehrt den Kontakt zu Betriebsräten und Personalvertreter suchen.