Bereit für ein Super-Wahljahr. Bezirks-SPÖ nominiert Ybbser Stadtchef Alois Schroll und Landtagsmandatar Günther Sidl als Spitzenkandidaten für Nationalrats- bzw. Landtagswahl.

Von Markus Glück. Erstellt am 21. September 2016 (05:18)
Glück
Vereint in den Wahlkampf: Landtagsabgeordneter Günther Sidl und der Ybbser Stadtchef Alois Schroll.

2018 steht der Bevölkerung mit der Landtagswahl und der Nationalratswahl ein Superwahljahr ins Haus. Als erste sozialdemokratische Bezirkspartei in Niederösterreich stellte die SPÖ bereits jetzt die Weichen für diese Wahlen.

Wie schon 2013 wird der Petzenkirchener Landtagsabgeordnete Günther Sidl die SP-Riege als Spitzenkandidat im Bezirk in den Wahlkampf führen. Die weiteren Plätze sind nach dem Reißverschlussprinzip besetzt.

Warum man bereits jetzt die Liste bekannt gibt, kann Sidl gegenüber der NÖN leicht erklären: „Wir wollen unsere gute Stimmung nach außen tragen und nicht nur wenige Wochen vor der Wahl unsere Themen forcieren.“

"Die Sprache ist der Schlüssel"

Geht es nach Sidl, stehen diese bereits fest:. „Als Energiesprecher liegt mir natürlich der Photovoltaik-Cluster im Bezirk mit den neun Gemeinden am Herzen“, geht es Sidl auch um Investitionen in Technologie und einem ökologischen Umbau bei den Kleinwasserkraftwerken.

Daneben liegt der Fokus auf der Verhinderung der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Ansetzen möchte der SP-Politiker auch bei der Inte-gration: „Die Sprache ist der Schlüssel. Gibt es kein flächendeckendes Angebot, ziehen sich die Menschen zurück und es entstehen Parallelwelten.“

Neben der Landeswahlliste wurde vom SP-Gremium auch der Spitzenkandidat des Bezirks für die Nationalratswahl 2018 gekürt. Mit dem Ybbser SP-Bürgermeister Alois Schroll werfen die Sozialdemokraten einen Polit-Kapazunder in die Schlacht.

"Vom Gefühl glaube ich an keine Neuwahlen"

„Es freut mich, dass ich einstimmig gewählt wurde, für mich ist das ein enormer Vertrauensvorschuss“, will Schroll in den nächsten Wochen intensiv an einem Strategieplan für den Bezirk arbeiten. Auf die Frage, ob er an eine vorzeitige Neuwahl glaubt, verneint Schroll: „Vom Gefühl glaube ich an keine Neuwahlen. Bundeskanzler Kern will arbeiten. Der Wahltermin wird 2018 sein.“

Vereint kämpfen die beiden SP-Spitzenkandidaten derzeit für den Verbleib des Notarztstützpunktes in Ybbs. Für den Erhalt wurden 11.000 Unterschriften gesammelt. Die Entscheidung soll spätestens im Dezember fallen.