DNA-Spuren auf Bierflasche belasten. Den Tresor seines Arbeitgebers soll ein 26-Jähriger geknackt und in der Werkstatt dann Feuer gelegt haben.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 20. September 2016 (05:30)
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Mit massiven Anschuldigungen sieht sich ein 26-Jähriger aus dem Bezirk in einem Prozess am Landesgericht St. Pölten konfrontiert. Ein Einbrecher und Brandstifter soll er sein, geständig dazu ist er vorm Richter nicht.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann aus dem Bezirk heuer im April bei seinem Arbeitgeber eingebrochen, dort einen Tresor geknackt und 3.500 Euro eingesackt haben. Und um Spuren zu verwischen, soll der 26-Jährige dann mittels Brandbeschleuniger in dem Unternehmen in der Werkstatt an gleich fünf Stellen Feuer gelegt haben.

Nachdem der Brand gelöscht war, fanden Ermittler am Tatort eine Bierflasche mit DNA-Spuren des 26-Jährigen. Somit klickten für diesen die Handschellen und der Beschuldigte landete in U-Haft.

"Er hat gewusst, dass es einen Tresor gibt“

„An fünf Stellen wurde Nitroverdünnung auf Spanplatten aufgebracht, das meiste ist von selbst erloschen. Ein Glimmbrand konnte mit einem Handschuh abgedämpft werden“, erzählt ein Brandermittler im Prozess. Ein anderer Zeuge belastet den 26-Jährigen. „Er hat gewusst, dass es einen Tresor gibt“, sagt dieser.

Ein gutes Zeugnis stellt ihm seine ehemalige Arbeitgeberin aus. „Seine Arbeit war tadellos, wir haben ein gutes Betriebsklima. Es ist unvorstellbar, dass er es war“, meint sie.

Der Richter vertagt den Prozess. Er will noch mehr Zeugen befragen und ein Brandsachverständiger soll klären, ob der Brand eine Feuersbrunst auslösen hätte können.