Bezirk Melk: Fast alle Schüler in den Klassen

Trotz Erlass, Schüler nur in Ausnahmefällen in die Schulen zu schicken, sind in den Schulen im Bezirk die meisten Schüler im Präsenzunterricht.

Erstellt am 22. November 2021 | 11:45
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Im Ybbser Schulzentrum sind heute mehr als 85 Prozent der Schüler zum Unterricht erschienen.
Foto: Markus Glück

Noch am Montagmorgen appellierte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) tatsächlich nur die Kinder in die Schule zu schicken, wo es wirklich nötig ist. Ansonsten sollen Eltern und Kinder Kontaktreduktion leisten und den Lockdown unterstützen.

Der Bitte des Ministers sind im Bezirk Melk aber nur die wenigsten Eltern und Schüler gefolgt wie ein NÖN-Rundruf in den Schulen zeigte. In der Neuen Mittelschule in Loosdorf sind laut Direktorin Silvia Guckler „fast alle Kinder im Unterricht“. Ähnlich sieht die Situation in der Neuen Mittelschule in Pöggstall aus. Dort fehlen laut Direktor Markus Schauer nur vereinzelt Kinder. „Es sind die kompletten Klassen anwesend. Der Unterricht findet normal statt und unser Betrieb wird nicht minimiert“, sagt Schauer.

Im Schulzentrum Ybbs spricht Direktor Christoph Maurer von zumindest 85 Prozent Anwesenheit seiner Schüler. Ein Großteil davon, nämlich 60 Prozent sind zudem bereits geimpft, rund 20 Prozent überstanden bereits eine Covid-Erkrankung. „Die Schüler wollen in die Schule, da die Qualität des Unterrichts natürlich eine ganz andere ist. Wir wollen aber eventuell gemeinsame Distance Learning - Tage für die gesamte Klasse einbauen. Allerdings nur in Absprache mit den Schülern“, wie Maurer betont.

Keine Tests und Schularbeiten, wie vom Minister noch am Freitag angekündigt, spielt es zudem auch nicht. So werden im Schulzentrum Ybbs die Schularbeitstermine mit den Schülern abgestimmt, und trotz Lockdowns, normal durchgezogen. Ähnlich sieht es auch in den Mittelschulen aus.

Direktor Maurer hat aber Verständnis dafür, dass sich Eltern derzeit in einem Dilemma befinden. „Der Erlass sagt, man soll die Kinder daheim lassen, gleichzeitig findet aber Präsenzunterricht statt. Natürlich will man für sein Kind das Beste und Unterricht daheim, kann nicht so gut sein, wie in der Schule."