Ferienzeit: Wohin nur mit den Kindern?. Die Sommerferien stehen vor der Tür. Für viele Eltern eine eher stressige Zeit.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 12. Juni 2019 (05:50)
NÖ Fußballcamps
Die drei „F“ im Sommer: Ferienbetreuung, Freude und Freunde. So können auch Eltern die Sommerferien genießen. Foto: NÖ Fußballcamps

Des einen Freud, des anderen Leid: Die Ferienzeit naht. Neun Wochen sind die lieben Kleinen zuhause. Nicht alle Eltern können ihren Urlaub jedoch zur Gänze auf die Ferienzeiten der Kinder abstimmen. Damit entsteht Stress für viele Mamas und Papas. Großeltern, die rasch einspringen, hat nicht jeder zur Hand. Und für alternative Betreuung müssen Eltern tief in die Tasche greifen.

„Hier werden Freundschaften fürs Leben geschlossen“

In den meisten Gemeinden gibt es eine kostengünstige Ferienbetreuung – aber nicht durchgehend. Oft nur die ersten zwei Wochen im Juli und die letzten zwei Wochen im August. Und mancherorts wird nur ein tageweises Ferienspiel angeboten. Alternativen bieten Zusatz-Camps wie jene von den NÖ Kinderfreunden oder das NÖ Fußballcamp, welches heuer zum ersten Mal zusätzlich zu Mank in Petzenkirchen stattfindet.

„Die Freude der Kinder, wenn sie gemeinsam kicken, ist einfach groß – hier werden Freundschaften fürs Leben geschlossen“, erzählt Walter Nadlinger vom Organisatoren-Team. Da das Camp in Mank so gut angenommen wurde, gibt es diesen Sommer ein zweites im Bezirk. Und dass auch dieses Angebot für die Eltern passend ist, zeigen die Anmeldungen. „Wir haben bis jetzt 41 Kinder rein für Petzenkirchen“, freut sich Nadlinger.

SP-Bürgermeisterin Lisbeth Kern ist auch froh über dieses alternative Ferienangebot in ihrer Gemeinde. „Wir haben sonst nur ein Ferienspiel, wo die Kinder an einzelnen Tagen an Programmen teilnehmen können“, erklärt Kern. Laut der Ortschefin hat dies den Eltern bis jetzt gereicht.

In Hürm wird auf Nummer sicher gegangen: Hier gibt es zwei Betreuungsformen. Zum einen die Ferienbetreuung in der Schule für schulpflichtige Kinder – in den ersten drei und letzten drei Ferienwochen – und zum anderen ein abwechslungsreiches Ferienspiel. „Für dieses Angebot haben wir Vereine und engagierte Leute mit ins Boot geholt“, freut sich VP-Bürgermeister Johannes Zuser. Angefangen von einer Kulturwoche bis hin zu Meerjungfrauschwimmen ist alles dabei. „Was die Kinder auf keinen Fall vergessen sollten, ist ihr Ferienspielpass“, lacht er. Ab dem nächsten Schuljahr gibt es in Hürm eine weitere Erleichterung für Eltern, wenn es um die Betreuung ihrer Kinder geht.

Neu: Tagesbetreuung ab Herbst in Hürm

„Wir als familienfreundliche Gemeinde bieten ab Herbst eine Tagesbetreuung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr an“, berichtet Zuser. Die Betreuungszeit ist von sieben Uhr bis 17 Uhr. In den Sommerferien sind die ersten vier und die letzten drei Wochen geöffnet, nur in den Weihnachtsferien ist geschlossen.

Im Dunkelsteinerwald setzt VP-Bürgermeister Franz Penz auch auf zwei Angebote. „Neben der schulischen Ferienbetreuung wird von der Gemeinde heuer bereits das dritte Mal in Folge eine Ferienspielaktion organisiert“, freuen sich Penz und Grünen-Gemeinderat Franz Hahn. Hier wird auch besonderer Wert auf die Zusammenarbeit mit Vereinen und gemeinnützigen Organisationen gelegt. „So kann auch das Interesse für den Nachwuchs geweckt werden“, weiß Hahn.

Anders sieht es in Pöggstall aus. „Bei uns kam keine Ferienbetreuung zustande“, seufzt Volksschuldirektor Bruno Rixinger. Trotz einer Schüleranzahl von 95 in Pöggstall und 44 in Weiten gab es keine Nachfrage. „Ich denke, dass es an den ländlichen Strukturen liegt. Denn hier passen noch Großeltern auf die Kleinen auf“, so Rixinger.