Freiwilliges Soziales Jahr: Engagement mit Mehrwert

Erstellt am 24. Mai 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
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Die Freiwilligenarbeit wird in der Ybbser Bezirksstelle des Roten Kreuzes großgeschrieben. Dies wird im gemeinsamen Nachtdienst mit dem Motto „Freiwilligkeit kennt keine Grenzen“ ersichtlich.
Foto: privat
Die NÖN fragt auch im Bezirk Melk nach, was das Freiwillige Soziale Jahr so besonders macht.
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Ab dem 17. Lebensjahr kann man sich als Freiwillige oder Freiwilliger beim Roten Kreuz engagieren. Der Arbeitsalltag gestaltet sich dabei sehr abwechslungsreich, aber auch anstrengend.

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Bis August absolviert der Linzer Fabian Hauss noch sein FSJ beim Ybbser Roten Kreuz.
Foto: privat

Über die Relevanz des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) weiß auch Bezirkskommandant Helmut Eder des Melker Roten Kreuzes Bescheid. „Menschen, die ein FSJ absolvieren, helfen uns viel“, sagt er. Insbesondere würden sie einen Mangel an Zivildienern oder Ehrenamtlichen überbrücken. „Wir sind sehr froh, dass es das gibt“, freut er sich. Die Freiwilligen werden direkt in den Rettungsdienst eingegliedert oder anderweitig, etwa in den Henry-Läden, eingesetzt. Einen Rückgang des Interesses an einem FSJ kann Eder nicht feststellen: „Die Nachfrage ist bei uns immer konstant.“ 

„Man geht anders raus, als man hineingegangen ist“

35 Stunden freiwilliges Engagement absolviert Fabian Hauss derzeit beim Roten Kreuz in Ybbs. Er trat den Dienst direkt nach der Matura an, seit September ist er nun schon dabei. Für ein FSJ beim Roten Kreuz entschied er sich aus einem einfachen Grund: „Ich habe mich gleich für die Rettung entschieden, mir war klar, dass ich hier am meisten mitnehme.“  Sein Arbeitsalltag bestehe zwar größtenteils aus Krankentransporten, aber auch bei Notfällen kommt der Linzer zum Einsatz. Die Arbeit als Freiwilliger sei indes besonders schweißtreibend. Aufgrund dessen gäbe es laut ihm in Sachen Entlohnung etwas Veränderungspotenzial. Mit unter 300 Euro monatlich liegt sein Gehalt unter dem von Zivildienern. Die prägenden Erfahrungen seien für Hauss aber unbezahlbar: „Wenn man fertig ist, geht man mit einem ganz anderen Kopf hinaus, als man hineingegangen ist.“ Bis August ist Fabian Hauss noch in Ybbs tätig, danach tritt er sein Tontechnikstudium an. Der Rettung bleibt er als Ehrenamtlicher erhalten.

Theresa Lienbacher aus Zeillern absolviert derzeit ihr FSJ an der Sonderschule Ybbs. Die Entscheidung für eine freiwillige Tätigkeit fällte sie, da sie nach der Matura Abstand vom Lernen brauchte. Die Zeit als Freiwillige stuft sie als besonders prägend ein: „Ich wurde richtig mit der Realität konfrontiert und kann viel im Umgang mit Menschen mitnehmen.“ In ihrer Tätigkeit unterstützt Lienbacher die Kinder im Lernalltag, bis Juli wird sie das auch weiterhin tun, ehe sie ihr Psychologiestudium beginnt.

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