Erstellt am 12. Juni 2018, 04:30

von Denise Schweiger

Fußballfieber steckt Bezirk an. Public Viewing-Stätten sind eher rar gesät, Trend geht in Richtung zuhause mitfiebern. Nahversorger wollen an Spektakel mitnaschen.

Das Team des Spar-Markts der Kronisters in Klein-Pöchlarn ist WM-fit. Der Auftakt des Sportereignisses in Russland feiert der Nahversorger mit einer Aktion auf sein selbstgemachtes Grillgut: Sabrina Leutgeb, Julia, Martina, Peter Kronister und Sandra Gruber.  |  Schweiger

Wenn am Donnerstag das erste Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zwischen dem Gastgeber und Saudi-Arabien angepfiffen wird, fiebert auch der Bezirk Melk mit. Und nicht nur im Fancorner wird über das internationale Sportereignis gejubelt, diverse Branchen profitieren ebenso von der WM.

Ein Wirtschaftsplus erhoffen sich jene Gastronomie-Betriebe, die das Geschehen am russischen Rasen auf die heimische Leinwand projizieren. Im schattigen Hofgarten des Manker Wirtshauses Riedl-Schöner etwa werden nahezu alle Spiele übertragen. „Beim Public Viewing servieren wir natürlich auch diverse Snacks“, erzählt Wirt Dietmar Schöner. Abgesehen von einigen Sportvereinen und Gasthäusern (siehe Infobox) gibt es relativ wenig Public Viewing-Stätten im Bezirk.

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In der Wirtshausbrauerei Haselböck in Münichreith startet der Beamer wohl erst, wenn es Richtung Finalspiele geht. „Die Anfangsspiele übertragen wir nicht. Da Österreich dieses Mal nicht dabei ist, ist die Vorfreude auch noch nicht so spürbar“, meint Paul Haselböck. Es wird allerdings wieder eine eigene Haselbräu-Sorte geben: „Auf einen Namen haben wir uns noch nicht geeinigt, aber es ist eher hopfenlastig und somit ideal für den Sommer.“

Nachgefragt bei einer weiteren Privatbrauerei im Bezirk, dem Geroldinger Brauhaus in der Gemeinde Dunkelsteinerwald, kann Friedrich Willach mit keinem WM-Bier aufwarten. „Dafür waren im Mai zu viele Feiertage, die uns auf Trab hielten“, schmunzelt er, „wir haben aber natürlich unseren Kühlraum aufgestockt.“

Ohnehin geht der Trend eher in die Richtung, zu Hause mitzufiebern. Das merkt auch Martin Herbst, Chef des Melker Elektrohandels „Sound Exclusive“: „Wir statten Organisatoren von Public Viewings aus, das wird mittlerweile immer weniger.“ Somit springen allerdings Nahversorger auf den Fußball-Zug auf und machen sich das Event zunutze. Die Familie Kronister betreibt den Spar-Markt in Klein-Pöchlarn und bietet selbstgemachte Grillwürste zum WM-Auftakt verbilligt an. „Damit ist jeder für Fußball-Partys gerüstet“, weiß Julia Kronister.

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