Herbert Oberklammer ist neuer Chef-Kriminalist. Der Ybbser Herbert Oberklammer ist neuer Kriminaldienstreferent des Bezirkspolizeikommandos Melk. Er folgt in dieser Position Karl Nestelberger.

Von Markus Glück. Erstellt am 03. Februar 2018 (05:00)
Polizei
Herbert Oberklammer ist neuer Chef-Kriminalist im Bezirk.

Ende des vergangenen Jahres ging der langjährige Kriminaldienstreferent des Bezirkspolizeikommandos (BPK) Melk, Karl Nestelberger, in den Ruhestand.

Mit dem Pöchlarner Posten-Kommandanten Herbert Oberklammer ist nun ein Nachfolger für die Stelle gefunden. Die Verbindung zu seinem Vorgänger ist dabei bestens, denn seit 1996 erledigten sie gemeinsam die Präventionsarbeit im Bezirk.

„Liebesgeschichten im Internet, wo Opfer tausende Euro überweisen, sind keine Seltenheit. Da braucht es Sensibilisierung.“Herbert Oberklammer, Polizei

Der 56-jährige Ybbser Oberklammer kam 1982 zur Gendarmerie und arbeitete jahrelang auch in der Kriminalabteilung der Landespolizei. Besonders in Erinnerung blieb ihm dabei der Fall Blauensteiner, in dem fünf Morde aufgeklärt werden konnten.

„Mein Hauptaugenmerk lag immer im Kriminaldienst. Dort habe ich immer wieder schöne Erfolge gefeiert“, erinnert sich Oberklammer etwa an eine Einbruchserie, die eine Excel-Liste mit zehn Metern Länge nach sich zog.

„Das Schlimmste sind aber immer Fälle, wo Kinder beteiligt sind oder wo Menschen zu Tode kommen“, erklärt der Chefinspektor im NÖN-Gespräch. Mit Schaudern erinnert er sich dabei an einen mehrfachen Missbrauchsfall im Bezirk oder den Tod eines Kleinkindes.

Cyberkriminalität am Vormarsch

Wie die Polizeiarbeit selbst haben sich auch die Täter verändert. „Früher kannte man seine Verdächtigen im Bezirk, heute ist es internationaler“, verweist Oberklammer auf die gute Zusammenarbeit der europäischen Länder, ohne die eine Tätersuche heute beinahe unmöglich wäre. Oberklammer legt dabei Wert auf eine genaue und umfangreiche Spurensuche: „Diese ist für die Aufklärung eines Falles das Um und Auf.“

Während klassische Delikte wie Einbrüche aber zurückgehen, ist die Cyberkriminalität im Vormarsch: „Liebesgeschichten im Internet, wo Opfer mehrere tausend Euro überweisen, sind keine Seltenheit. Hier braucht es eine bessere Sensibilisierung.“