Immer Ärger mit dem "Gurgel"-Automaten

Maschine für PCR-Gurgeltests bei Melker Tankstelle ist chronisch leer und oft defekt. Woran hakt‘s?

Erstellt am 14. Oktober 2021 | 06:18
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200 Gurgeltestkits passen in den Automaten. Neben dem Gerät in Melk gibt es auch eines bei der OMV in Ybbs. „Wir bitten, dass nur eine gewisse Anzahl an Tests herausgenommen werden soll. Es handelt sich um ein Zusatzangebot“, betont Heinzl.
Foto: Glück

Die Theorie klingt ja ganz gut: Per Knopfdruck spuckt der Automat einen kostenlosen PCR-Gurgeltest aus. Der durchgeführte Test landet in der Box daneben, um ausgewertet zu werden. Doch in der Praxis gibt’s Probleme.

„Zig Versuche verliefen ergebnislos. Entweder der Automat ist leer oder die Tests sind ineinander verkeilt und verstopfen so das Gerät“, schildert ein NÖN-Leser die Situation beim Automaten auf dem Gelände der Melker OMV. Nachgefragt bei Anton Heinzl, Sprecher des Büros von SPÖ-Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, erläutert er, dass alle PCR-Gurgeltestautomaten in Niederösterreich „mindestens zwei Mal täglich befüllt werden“. Die Probleme seien bekannt. „Die Novogenia GmbH arbeitet an Verbesserungen. Die Auffüllung der Automaten und die Entleerung der Abgabeboxen sollen in einer höheren Frequenz angeboten werden.“ Auch die Wartung soll regelmäßiger erfolgen.

Die Coronazahlen im Bezirk steigen indes wieder: Zum Wochenstart vermeldet die Bezirkshauptstadt Melk 264 Corona-Fälle (vor einer Woche: 237). Insgesamt befinden sich 475 Personen in Quarantäne. Die Siebentagesinzidenz des Bezirks beträgt aktuell 251,7. „Das Infektionsgeschehen im Bezirk liegt damit leider im vorderen Spitzenfeld“, mahnt Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen.