Kriminalität in Sinkflug. 2017 gab es um 337 Delikte weniger als noch 2014. Chefinspektor Oberklammer bereitet aber Anstieg bei Cyberkriminalität Sorge. Drei Cyber-Cops im Bezirk im Einsatz.

Von Markus Glück. Erstellt am 29. Mai 2018 (04:30)
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113 Polizisten versehen im Bezirk Melk für die Sicherheit der Bevölkerung ihren Dienst. Und dieser Einsatz zahlt sich aus, wie die aktuellen Zahlen des Bezirkspolizeikommandos Melk zeigen. Alleine in den letzten vier Jahren ist die Kriminalität von 2.733 Delikten auf 2.396 Verstöße zurückgegangen.

Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von knapp 38 Prozent auf über 45 Prozent. „Die Kriminalität in Niederösterreich befindet sich auf einem Tiefstand. Im gesamten Bezirk konnten wir seit 2013 einen deutlichen Rückgang der Kriminalität verzeichnen“, freut sich VP-Sicherheitssprecher und Texinger Bürgermeister Gerhard Karner über die aktuellen Zahlen. VP-Bezirksparteichef Karl Moser sieht als Grund für den Rückgang nicht nur die hervorragende Arbeit der Polizei, sondern auch das Miteinander zwischen Polizei und Bevölkerung: „Wo es Brennpunkte gibt, wird durch Schwerpunktsetzung gegengesteuert.“

„Bei den Körperverletzungen haben wir bei den Diskotheken im ‚Bermuda-Dreieck‘ bereits Maßnahmen getroffen.“Herbert Oberklammer, Polizei

Während bei Einbrüchen (-8,1 Prozent), Kfz-Diebstählen (-3,4 Prozent) oder Gewaltdelikten (-7,5 Prozent) die Zahlen in die richtige Richtung zeigen, bereitet dem Kriminaldienstreferenten des Bezirkes Melk, Herbert Oberklammer, allerdings die Steigerung bei den Körperverletzungen, die Suchtgift- sowie Cyberkriminalität Sorgen.

„Bei den Körperverletzungen haben wir bei den Diskotheken bereits Maßnahmen getroffen, auf die Cyberkriminalität weisen wir stets bei Präventionsveranstaltungen hin“, erklärt Oberklammer. Er appelliert dabei auch an den gesunden Menschenverstand, keine Überweisungen ohne Sicherheiten zu tätigen oder kein Geld für angebliche Gewinnspiele zu überweisen. Die Zahl von Delikten im Internetbereich ist im letzten Jahr landesweit um 23,4 Prozent gestiegen. „Meist geht es um Internetbetrug, aber auch Schadsoftware und Erpressungstrojaner nehmen stark zu. Um dies einzudämmen, sind in allen Bezirken Cyber-Cops unterwegs“, informiert Karner.

Die Wichtigkeit von gut ausgebildeten Beamten zur Bekämpfung von Cyberkriminalität betont auch Kriminaldienstchef Herbert Oberklammer. Aktuell gibt es im gesamten Bezirk Melk drei sogenannte Cyber-Cops.

VP-Sicherheitssprecher und Texinger Bürgermeister Gerhard Karner ist mit der Entwicklung zufrieden.
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