Mann lauerte Schüler auf. Am selben Tag wurden Schulkinder in Ruprechtshofen und St. Leonhard am Heimweg von Fremden angesprochen. Ein Vorfall löste sich rasch auf, anderer bleibt ungelöst.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 01. Oktober 2019 (04:56)
Symbolbild/Christian Hofer
Mann schnitt Kindern den Heimweg ab.

Dieses Erlebnis werden zwei Volksschüler eine Zeit lang nicht vergessen – vor allem, weil eine Verkettung unglücklicher Umstände sie als unglaubwürdig dastehen ließ.

Aber zurück zum Anfang: Am 12. September winkte zwei Schülern, die am Heimweg von der Schule waren, ein Mann in Ruprechtshofen zu. Die Kinder erzählten diesen Vorfall ihren Eltern und die Polizei konnte einen älteren, dementen Mann ausfindig machen. Die NÖN berichtete darüber.

Doch zwei Stunden vorher ereignete sich ein zweiter Vorfall. Zwei Volksschüler, ebenfalls am Heimweg von der Schule, entkamen in der Oberndorfer Straße einer möglichen Kindesentführung. Die zwei Buben im Alter von sieben und neun Jahren waren zu ihrem Elternhaus unterwegs. Als sie den Zebrastreifen überqueren wollten, blockierte ihnen ein weißer Kastenwagen den Weg. Ein Mann, angeblich ausländischer Herkunft, deutete den verdutzten Buben bei geöffneter Schiebetür, dass sie herkommen sollen.

Der Neunjährige rief: „Komm, laufen wir.“ Weinend kamen sie bei den Eltern an. „Die Jungs zitterten am ganzen Körper. Ihre Angst war deutlich zu spüren“, schildert der Vater. Dieser kontaktierte sofort die Polizei.

"Keine weiteren Ermittlungen"

Die Ermittlungen wurden sofort aufgenommen. Die Buben konnten eine genaue Beschreibung des Mannes sowie Teile des Kennzeichens schildern.

Die Geschichte der beiden Jungs verlor jedoch bei manchen aufgrund des ähnlichen Vorfalls am selben Tag an Glaubwürdigkeit. „Das war sehr enttäuschend für uns. Denn wer unsere Kinder gesehen hat, der weiß, dass sie wirklich betroffen waren“, wehrt sich die Mutter.

„Die Kollegen der Polizeiinspektion Mank haben rasch reagiert, doch es konnte niemand ausfindig gemacht werden. Es werden keine weiteren Ermittlungen stattfinden“, erklärt ein Sprecher der Landespolizeidirektion.