Missbrauch: Vater verging sich an kleiner Tochter. Hilflos war eine Dreijährige ihrem Vater ausgeliefert. Schöffensenat verurteilte einen 24-Jährigen nun zu vier Jahren Gefängnis.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 20. September 2016 (05:00)
www.BilderBox.com, Erwin Wodicka
 

An seiner dreijährigen Tochter verging sich ein 24-Jähriger aus dem Bezirk massiv, Kinderpornografisches fanden Ermittler nach seiner Festnahme auf seinem Handy. Ein Schöffenprozess am Landesgericht St. Pölten verhängte nun über ihn vier Jahre Gefängnis. Das Urteil ist rechtskräftig.

„Die Anklage stützt sich auf das Gutachten einer Gynäkologin, das Verhalten des Kindes und das anfängliche Geständnis des Beschuldigten bei einer polizeilichen Einvernahme“, sagt der Staatsanwalt im Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs, Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses und pornografischer Darstellung.

Geständig zu den Vorwürfen ist der 24-Jährige vor Richterin Andrea Humer nicht. Bei seiner ersten polizeilichen Einvernahme hingegen erzählte er noch detailliert von Abscheulichem.

"Ich habe es nicht gemacht“

„Weil ich damals so aufgeregt war, aber ich habe es nicht gemacht“, leugnet er vehement. Die Richterin hakt nach. „Ich frage mich, wenn es nicht so war, wie kommen Sie dann zu so einer Schilderung?“ „Weil ich blöd war“, antwortet der Angeklagte darauf.

Den Fall ins Rollen brachte die Mutter des Opfers. „Weil sich ihre Tochter keine Windeln mehr anlegen lassen wollte“, weiß der Ankläger, habe die Mutter eine Woche nach der abscheulichen Tat Anzeige bei der Polizei erstattet.

Für Gerichte ist der 24-Jährige kein Unbekannter. Wegen „Doktorspielen mit einer Siebenjährigen“, so die Richterin, fasste er bereits eine Strafe aus.