Nach Wiederöffnung: Lehrling statt Rezeptionistin. Nach der Wiederöffnung im vergangenen Sommer wollte Betrieb aus dem Bezirk Melk eine Rezeptionistin nur mehr als Lehrling anstellen. Sie intervenierte mit Hilfe der Arbeiterkammer und bekam Recht.

Von Markus Glück. Erstellt am 25. Februar 2021 (18:22)
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Schlimme Zeiten durchlebte eine Hotelangestellte aus dem Bezirk Melk im vergangenen Jahr. Nach dem ihre Stundenanzahl als Rezeptionistin aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage auf 20 Stunden gekürzt wurde, folgte nach der behördlichen Schließung des Betriebes im März die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses mit der Zusage auf Wiedereinstellung. Da sich coronabedingt die Situation nicht besserte, wurde die Zusage auf Juni verlängert. Kurz vor der Wiedereröffnung des Betriebes dann die Schocknachricht für die Frau. Der Betrieb öffne zwar wieder, sie könne aber nur mehr als Lehrling tätig sein.

Nach AK-Intervention erhielt Frau 5.000 Euro

In ihrer Existenzangst wandte sich die Frau an die Arbeiterkammer in Melk. „Wir haben den Dienstgeber über die Ansprüche der Frau informiert“, erklärt AK-Bezirksstellenleiter Peter Reiter. Nach Intervention half: der Mostviertlerin wurde die Lohndifferenz sowie weitere offene Forderungen und eine Kündigungsentschädigung ausbezahlt – insgesamt 5.000 Euro.