Reaktionen zu Ibiza-Video: „Situation ist furchtbar“. Rücktritt von Strache und Gudenus schlägt auch im Bezirk Melk hohe Wellen. Freiheitliche zeigen sich unisono enttäuscht.

Von Markus Glück und Denise Schweiger. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:30)
FPÖ Blindenmarkt
Martin Huber aus Blindenmarkt ortet eine Intrige hinter den „Ibiza-Tapes.

Inhaltlich will der Blindenmarkter FP-Klubobmann im Landtag, Martin Huber, das Ibiza-Video nicht kommentieren, allerdings glaubt er an eine gesteuerte Aktion der Linken. „Die Gerichte werden den Fall klären müssen. Das Ende der Koalition ist schade, wir haben bisher sehr viel für Österreich erreicht“, meint Huber.

NÖN Archiv
FP-Klubobmann Martin Huber aus Blindenmarkt ortet eine Intrige aus dem linken Eck hinter den „Ibiza-Tapes“.

Für den Ybbser FP-Stadtparteichef Andreas Reitner ist die Situation „furchtbar“: „Recht viel blöder kann man sich gar nicht stellen. Als kleiner Funktionär ist man natürlich sauer“, warnt Reitner aber auch den ehemaligen Koalitionspartner der ÖVP. Er sei sich sicher, dass die ÖVP noch an dieser Entscheidung „kiefeln“ wird müssen.

Für Melks FP-Stadtpartei-Obmann Thomas Gruber hat Strache und Gudenus die richtige Entscheidung getroffen, den von der ÖVP geforderten Rücktritt von Innenminister Herbert Kickl findet Gruber nicht akzeptabel. „Dass die ÖVP jetzt Wahlen vom Zaun bricht, ist unverantwortlich“, sagt Gruber. In dasselbe Horn stößt sein Parteikollege Richard Punz aus Ruprechtshofen. Der Gemeinderat und Pressesprecher der Freiheitlichen Jugend Niederösterreich ortet „Scheinheiligkeit“ in den Reihen der ÖVP: „Da steckt eine ziemliche Machttaktik dahinter. Die Koalition nach so einer guten Zusammenarbeit zu sprengen, ist ein hartes Stück.“