ShuttleBuzz: „Lassen uns Feiern nicht verbieten“

Die Infektionslage im Bezirk Melk bleibt angespannt, der ShuttleBuzz sorgt abermals für Diskussion.

Erstellt am 17. November 2021 | 04:47
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1.464 Personen (Vorwoche: 1.366) sind zum Start in diese Woche im Bezirk mit dem Coronavirus infiziert, 2.205 Personen (Vorwoche: 2.161) befinden sich in Quarantäne. Die Tagesinzidenz liegt bei Redaktionsschluss (Dienstagfrüh) dieser Ausgabe bei 1.334,9. „In sämtlichen Gemeinden gibt es aktuell erkrankte Personen bzw. liegt die Siebentagesinzidenz teilweise deutlich über 300“, informiert Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner.

Die Zahl der Fälle sorgte am Wochenende auch zu vermehrten Absagen von Veranstaltungen. So musste sowohl die Theatergruppe Säusenstein („Es fährt kein Zug nach Nirgendwo“) als auch die Theatergruppe Melk („Chaos im Künstlerheim“) ihre Veranstaltungen aufgrund von Corona-Fällen bei den Schauspielern bzw. im Umfeld des Ensembles absagen. „Wir wollen nichts riskieren und am Ende nicht für einen Cluster verantwortlich sein“, bedauert Säusensteins Theaterobmann Ernst Simmer die Absage. Ähnlich sieht es auch Doris Maierhofer von der Theatergruppe in Melk: „Wir haben ausgiebig geprobt und uns auf die Aufführungen gefreut. Wir wollen aber keinen Cluster riskieren.“

Facebook-Posting sorgt für Aufregung

Bereits seit Wochen sorgt im Bezirk ein anderes Thema für hitzige Diskussionen. Denn während der Bezirk an der Spitze bei den österreichweiten Covid-Fällen steht, tourt der „Shuttlebuzz“ zu zahlreichen Jugendveranstaltungen. Initiator und Melker Jugendgemeinderat Benjamin Steyrer (ÖVP) sorgte für viele mit einem Facebook-Posting für einen Eklat. Denn während der neuerliche Lockdown diskutiert und schlussendlich beschlossen wurde, postete er auf der ShuttleBuzz-Facebookseite: „Lassen wir uns das Feiern nicht verbieten. Auf geht‘s“.

„Unverantwortlich“ und „der Vorbildwirkung eines Jugendgemeinderats unwürdig“ waren dabei noch die freundlichsten Meldungen, die die NÖN dazu erreichten. „Schön, wenn unser ShuttleBuzz so viel Aufregung erzeugt“, schmunzelt Steyrer. Und, er erinnert daran, dass sich die Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden darauf verständigt haben: „Auch, wenn jetzt einige nichts mehr davon wissen.“ Da viele Jugendliche nicht geimpft sind, verzeichnet Steyrer allerdings einen Rückgang bei den Fahrten. Für ihn ist der Bus daher auch Anreiz, die Jugendlichen zum Impfen zu bewegen. „So lange es die Events gibt, wird auch der Bus fahren. Mir ist ein sicheres Hin- und Heimkommen der Jugend wichtig. Alles andere ist Augenauswischerei“, meint Steyrer.