Vorbereitungen für Nationalratswahl auf Hochtouren. Strasser und Schroll als Spitzenkandidaten, Grünen noch auf Suche.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek und Markus Glück. Erstellt am 18. Juni 2019 (05:02)
Weingartner-Foto
Symbolbild

Nach der Veröffentlichung des Ibiza-Videos sprengte VP-Bundeskanzler Sebastian Kurz vor wenigen Wochen mit den Worten „Genug ist genug“ die Koalition zwischen ÖVP und FPÖ. Knapp eineinhalb Jahre nach der letzten Nationalratswahl 2017 wird voraussichtlich am 29. September der nächsten Urnengang stattfinden.

In den Parteien laufen bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren. Klar ist die Kandidatenliste bei der ÖVP. Nationalratsabgeordneter und Bauernbund-Präsident Georg Strasser aus Nöchling wird die Liste im Wahlkreis 3c (Bezirke Melk, Amstetten und Scheibbs) anführen. „Ich habe von meinen Kollegen den klaren Auftrag bekommen, wieder als Spitzenkandidat zu kandidieren“, meint Strasser.

NÖN

Mehr gerittert um den ersten Listenplatz wurde bei der SPÖ. Nach dem Wechsel von Ulrike Königsberger-Ludwig in die Landespolitik – sie kandidierte 2017 als Spitzenkandidatin im Wahlkreis – kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen dem Ybbser Stadtchef Alois Schroll und dem Amstettner Stadtrat Gerhard Riegler – mit einem knappen Sieg für Schroll: „Meine Genossen stehen hinter mir. Ich werde in den nächsten Wochen vermehrt den Kontakt zu den Bürgern suchen und mir ihre Bedürfnisse anhören.“

Die Bezirksparteien von SPÖ und ÖVP dürfen nach der Wahl mit einem Mandat rechnen, anders sieht es bei FPÖ und Grünen aus. Der Ruprechtshofner Richard Punz ist zwar Bezirksspitzenkandidat, im Wahlkreis ist aber Nationalratsabgeordnete Edith Mühlberghuber die Nummer Eins. Noch offen ist die Wahl bei den Grünen. „Wir haben erst unsere Sitzungen. Aber es wird neue Gesichter geben“, erklärt Melker Grünen-Chef Emmerich Weiderbauer. Als heiße Favoritin wird Bettina Schneck, Parteichefin der Melker Grünen, gehandelt.

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