Marterl-App erzählt alte Geschichten neu. Die Plattform „marterl.at“ erfasst Geschichte aller Marterl in NÖ. Für Bischofstetten ist Hermann Schöner im Einsatz.

Von Anna Faltner. Erstellt am 17. Juni 2018 (05:00)
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„Man wandert durch die Gegend, bewundert viele Marterl, aber kennt die Hintergründe nicht“, meint Hermann Schöner. Dem Bischofstettner Topothekar haben es Kreuze, Kapellen und Bildstöcke angetan. Schon 1999 brachte er eine Marterl-Chronik heraus. Aktuell beschäftigt er sich mit der Plattform „marterl.at“.

Konkret geht es darum, Kleindenkmäler mit ihren Geschichtsdaten online aufzubereiten. „In der Region machen das nur wenige. Das Fotografieren und Dokumentieren ist eine sehr umfangreiche Arbeit“, erzählt Schöner. Per Smartphone können die Daten auch in der „MarterlApp“ eingegeben oder angesehen werden. Ausgangspunkt für „marterl.at“ war ein Leader-Projekt im Weinviertel.

„Die meisten Marterl sind Erinnerungsstücke an Personen oder Geschichten mit religiösem Hintergrund.“Topothekar Hermann Schöner

Seit 2013 können alle niederösterreichischen Orte mitwirken. „Von 40.000 wurden bereits 10.000 Marterl erfasst. Unser Ziel sind natürlich alle“, hofft Datenbank-Leiter Anton Stöger.

In der Gemeinde gibt es 34 Marterl zu entdecken, 28 davon sind bereits auf der Plattform zu finden. „Die meisten davon sind Erinnerungsstücke an Personen oder Geschichten mit religiösem Hintergrund“, weiß der Topothekar.