Actionpark: Spielplatz mit Vision. Lange wird schon am Funpark „Boomerang“ in Blindenmarkt gearbeitet. Nächstes Jahr soll die Anlage eröffnen. Eine Reportage.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 16. Dezember 2020 (03:08)
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Im März 2021 soll der Eventbereich des Actionparks„Boomerang“ in Kottingburgstall eröffnet werden,einen Monat später sollen Hybridkarts über die neueKinder-Kartstrecke flitzen.
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Schachteln mit Dekomaterial und nur noch wenige Möbel, die darauf warten, zusammengeschraubt zu werden: Der Actionpark „Boomerang“ steht vor der Fertigstellung. Elektriker, Gärtner und Bauarbeiter arbeiten an diesem Mittwoch an verschiedenen Ecken der Anlage. „Es wird“, schmunzelt Gerhard Auer, Initiator und Betreiber des Parks.

Eröffnungsdaten für die Freizeitanlage in Kottingburgstall gab es schon viele. „Im März 2021 geht der Großteil in Betrieb. Einzig die Ausstellungshalle wird erst 2022 eröffnet“, berichtet Auer. Seit über zehn Jahren wird am „Boomerang“ geschraubt, gefeilt, gearbeitet. Über die Vergangenheit spricht Auer nicht mehr. Vieles sorgte für Verzögerungen: eine Bürgerinitiative gegen das Projekt, Gutachten, Grundstücksverhandlungen. Die Anlage ist nun abergenehmigt – und nimmt von Woche zu Woche weiter Form an. Auer nahm die NÖN für einen exklusiven Blick hinter die vorläufigen Kulissen auf einen Rundgang mit.

„Der Actionpark ‚Boomerang‘ wird ein Spielplatz für die ganze Familie, mitten im Grünen“, erläutert er. Es ist aber auch jetzt schon, in der Entstehungsphase, einer – für Künstler und viele Menschen mit Visionen, die sich kreativ auf den rund 77.000 Quadratmetern austoben: Griechische Göttinnen zieren die Damen-WC-Anlagen, der „kleine Prinz“ lacht in der Kinderspielecke von der Wand. Das Hauptgebäude, designed von Architekt Lazlo Krizmanics, erstreckt sich auf einer Länge von 170 Metern. Darin befinden sich Gastrobereiche, Vereinsräumlichkeiten, die besagte Kinderecke sowie ein Modellbauraum. Zwischen Action und Spaß finden sich politische Botschaften und Gesellschaftskritik. Ein Plakat mit einem Zitat von Papst Franziskus folgt auf eines von Mahatma Gandhi. Auch der Name des Actionparks ist kein Zufall. „Die Buddhisten nennen es Karma, alles kommt zurück, wie ein Boomerang“, erklärt Auer.

Die Kosten für so ein Projekt möchte Auer nicht nennen. Nur so viel: Es handle sich um eine Summe im siebenstelligen Bereich. Es fließe natürlich Geld in die Umsetzung. Das Endergebnis, „ein Gesamtkunstwerk der Unterhaltung“, zähle.

Von den Innenräumlichkeiten geht es in den Außenbereich des Parks. „Wir setzen auf eine naturnahe Gestaltung. Auf dem Gelände werden 360 Orangenbäume gepflanzt, damit werden wir auch zu einer der größten Orangerien in der Region“, erzählt Auer. Zudem wuchern Kräuter und Blumen im Actionpark, zwischenzeitlich hört man Enten. Einige Teile des Actionparks, wie die Kartbahn, sind schon seit einigen Jahren geöffnet und werden von allen Generationen genutzt. Eine Entwicklung, die Auer in seiner Vision bestätigt: „Die Menschen sitzen heutzutage viel zu lang vor dem PC. Wir wollen sie hinausbringen, sie etwas erleben lassen.“