Ex-FPÖ'ler Martin Huber: Maske – wozu?. Martin Huber postet viel Corona-Kritik, er schreibt gar, er sei Verschwörungstheoretiker. Ist er das denn?

Von Denise Schweiger. Erstellt am 27. Oktober 2020 (05:15)
Martin Huber ist aktuell auf Anti-Corona-Demos anzutreffen.
Martin Huber ist aktuell auf Anti-Corona-Demos anzutreffen.Screenshot Facebook

„Ich bin ein #Verschwörungstheoretiker“ – Martin Hubers Facebook-Aktivitäten machen wieder einmal neugierig. Zur Erinnerung: Zuletzt kostete ein Posting dem Blindenmarkter seine Posten bei der FPÖ, seither ist er „wilder“ Abgeordneter im Landtag. Dieses Mal ist es aber nichts Ewiggestriges, sondern etwas brandaktuelles. Das Coronavirus.

Ob er sich denn wirklich als Verschwörungstheoretiker sieht? „Nein“, lacht Huber. „Das ist Satire.“ Denn vor allem im Internet werde man schnell in dieses Eck gestellt. „Ich sehe mich als kritischen Menschen, der die Dinge hinterfragt“, betont Huber.

Also kein Corona-Leugner: „Das Virus gibt‘s, das ist eine andere Form, eine größere Form von Grippe. Und es wird uns die nächsten Jahrzehnte begleiten. Es gilt, die ältere Generation zu schützen“, unterstreicht der Blindenmarkter. Aber eine „Sauerei“ sei, dass deswegen das ganze Land „eingesperrt wird“. Er wünsche sich einen „normalen Umgang“ mit der neuen Lungenkrankheit und „dass keine Politik damit betrieben wird“.

Huber postete jüngst einige Fotos, bei denen er auf Anti-Corona-Demos unterwegs war. Viele Menschen, keine Masken. Dass er keine Angst vor dem Virus habe, ist klar – ob er denn positive Fälle in seinem Umfeld kenne? „Nein.“

Im Landtag trage er aber schon eine Maske. „Ich bin nicht der große Revoluzzer. Ich verhalte mich natürlich so, dass sich keiner vor mir fürchten muss.“