Bezirk Melk: Schnelles Surfen im Internet. Bis 2030 soll es im Bezirk noch schnelleres Internet geben. Zahlreiche Gemeinden suchen um Förderungen an.

Von Tanja Horaczek-Gasnarek. Erstellt am 19. August 2020 (05:47)
In Hofamt Priel investiert die Gemeinde rund um VP-Bürgermeister Friedrich Buchberger (r.) viel in den Ausbau des Breitbandnetzes. Foto: Gemeinde
Gemeinde Hofamt Priel

In der Coronazeit hat sich die Wichtigkeit einer funktionierenden Internet-Verbindung mehr denn je gezeigt. Homeschooling, Homeoffice und vermehrtes Streamen brachten die Leitungen zum Glühen. Das Land NÖ fördert bis 2030 den Breitbandausbau. Die Offensive startete bereits 2016. Einige Gemeinden aus dem Bezirk nehmen daran teil.

Zelking-Matzleinsdorf: Nachdem die ärztliche Versorgung in der Gemeinde mit einer Arztpraxis gesichert ist, soll auch die Internetversorgung für alle Einwohner leistungsstark werden. Um dies zu gewährleisten, investiert VP-Bürgermeister Gerhard Bürg einiges in den Breitbandausbau.

„Die Kommunikation der Menschen wird immer schneller. Bei Firmen genauso. Darum ist es wichtig, hier am Puls der Zeit zu sein“, erklärt der Ortschef. Die Gemeinde hat vorgedacht und bei allen Grabungen bereits Leerverrohrungen miteingeplant.

Hofamt Priel: In der Gemeinde wird laufend in den Breitbandausbau investiert. „Zum Beispiel haben wir schon 2015 einige Grabungsarbeiten übernommen. Die Internetgeschwindigkeit konnte im gesamten Gemeindegebiet gesteigert werden“, berichtet VP-Vizebürgermeister Franz Jaschke.

Im Vorjahr wurde erfolgreich die EU-Initiative „WIFI4EU“ umgesetzt. Dabei ergatterte die Gemeinde einen Gutschein im Wert von 15.000 Euro. Seitdem werden das Gemeindezentrum und die Sportanlage mit Gratis-Wlan für alle versorgt. „Seit drei Wochen haben wir die Glasfaser direkt im Gemeindezentrum“, berichtet Jaschke.

Parallel wird mit der nöGIG (Niederösterreichische Glasfaserinfrastruktur) der Breitbandausbau für das gesamte Gemeindegebiet grob geplant – langfristiges Ziel ist es, die Glasfaser bis in jedes Haus zu bringen. „Wie sich im Lockdown gezeigt hat, ist für Homeoffice und viele Dienste (Fernlernen, Streaming, etc.) auch für unsere Gemeinde eine zeitgemäße Internetanbindung extrem wichtig“, betont der Vize.

Mank: Die Stadtgemeinde Mank hat sich ebenfalls zur Teilnahme am nöGIG -Projekt entschieden. In den letzten fünf Jahren wurden bei allen Straßenbauprojekten im Ortsgebiet die Leerrohre für die künftigen Glasfaserleitungen mitverlegt. Rund 170.000 Euro hat die Stadt bereits für dieses Zukunftsprojekt vorfinanziert.

Im heurigen Jahr wird mit der Wasserleitung in Großaigen das nächste Gebiet mit Rohren für die künftigen Glasfaserleitungen erschlossen. „Wir schaffen damit die besten Voraussetzungen, um möglichst bald beim Glasfaser-Ausbau durch die nöGIG dabei zu sein“, erklären VP-Bürgermeister Martin Leonhardsberger und Stadtrat Wolfgang Ammerer.

Auch im ländlichen Raum ist das ein besonderes Anliegen, Gemeinderat Andreas Trimmel ist hier sehr engagiert unterwegs: „Ende August erfahren wir neue Details zu den Möglichkeiten in den Dörfern.“

Persenbeug-Gottsdorf: Bereits seit einigen Jahren werden im Zuge von Straßenbauvorhaben bzw. Siedlungserschließungen die erforderlichen LWL-Kabel mitverlegt. Auch die neue Siedlung in Gottsdorf wurde komplett erschlossen.

Seitens der nöGIG wurden bereits 2019 Fördermittel für die Erschließung des gesamten Gemeindegebietes beantragt. Darüber hinaus gibt es auch bereits eine „Rohplanung“, Ende August soll mit der Planungsfirma die Detailplanung begonnen werden.

Hürm: Hier erhalten 14 Hektar Gewerbegebiet die A1-Glasfaserleitungen. Mit der Umsetzung des Glasfaserausbaues in der Gemeinde Hürm bindet A1 die Gewerbegebiete Inning I und II an das Highspeed-Breitbandnetz an. „Die Firmen profitieren von der leistungsfähigen Glasfaseranbindung auf jeden Fall“, freut sich VP-Bürgermeister Johannes Zuser.

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