Mit Online-Karte näher beim Melker Bürger sein. SP präsentiert Bürgermonitor.

Von Markus Glück. Erstellt am 14. Mai 2019 (04:00)
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Stolz präsentieren John Haas, Sascha Schroll, Cigdem Ciftci, Jürgen Eder und Thomas Heher den neuen Bürgermonitor. Dieser ermöglich Bürgern, mittels einer Karte die Problembereiche in der Stadt aufzuzeigen.

Ging es bei den ersten Melker Gesprächen der SPÖ um die Belebung der Innenstadt, widmete sich der zweite Teil dem Thema Transparenz und Bürgerzufriedenheit. Dabei konnte das Team rund um SP-Stadtparteichef Jürgen Eder mit einer innovativen Idee aufwarten.

Künftig soll ein Melker Bürgermonitor (MBM) Bürgern ermöglichen, binnen Sekunden Probleme oder Bürgerwünsche zu äußern. Diese werden zunächst von der SPÖ im Ampelsystem priorisiert, danach wird ihnen im Detail nachgegangen. „Mittels einer Online-Karte kann der Bürger per Internet, Tablet oder Smartphone ohne großen Aufwand mit uns Kontakt aufnehmen“, erklärt Eder.

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Die Anliegen werden zudem in sechs Kategorien – Gesundheit und Sicherheit, Verkehrssicherheit, Lebensqualität, Radfahrfreundlichkeit, Entwicklung und Öffentlicher Verkehr – unterteilt.

In der Online-Karte können die Bürger zudem jederzeit den Status ihres Anliegen abfragen. „Mit eingeflossen in die Karte sind bereits auch die Bürgeranliegen der Melker Altstadtgespräche“, erklärt Eder, dass Bürgeranliegen wie die Sicherheit beim Buswartehäuschen in Pielach und das „Nein“ zum Verkauf des Stadtsaals bereits umgesetzt sind.

„Das sind Erfolge aus den Gesprächen mit den Bürgern. Die Einführung des Bürgerombudsmanns im Herbst hat sich ebenso ausgezahlt“, betont Eder, dass es nicht nur um das Aufzeigen der Probleme, sondern auch um deren Lösung geht: „Es geht uns um die Zufriedenheit der Bevölkerung.“

„Die Situation ist unerträglich. Der zuständige Stadtrat verspricht immer, dass alles in Planung ist, passieren tut aber nichts.“Sascha Schroll, SPÖ

Neben der Präsentation standen im Arbeiterkammersaal aber vor allem die Anliegen der Bürger im Mittelpunkt.

Einmal mehr Thema dabei: die Abt-Karl-Straße zwischen Löwenpark und Autohaus Senker. „Lärm und Raserei machen eine Gartenbenutzung unmöglich. Zudem ist der Schwerverkehr dank des Löwenparks im Steigen“, beklagte sich eine Melkerin. Bei der Gemeinde habe sie zwar bereits vorgesprochen, seit fünf Jahren werde sie aber vertröstet, wie sie beklagt.

„Die Situation ist unerträglich. Der zuständige Stadtrat verspricht immer, dass alles in Planung ist, passieren tut aber nichts. Es wird nicht besser werden, wenn die Wohnungen erst einmal vergeben sind“, pflichtet SP-Bürgerombudsmann Sascha Schroll bei. „Nicht zu Ende gedacht“, attestiert auch Eder der Verkehrsplanung rund um den Löwenpark: „Wir haben keine Zubringerstraßen, die entlasten können. Hier häufen sich die Beschwerden. Es braucht ein sinnvolles Verkehrskonzept.“

Bürger verlangen mehr Informationen

Von den Problemen der Frau hat auch VP-Bürgermeister Patrick Strobl bereits gehört: „Alle Anliegen, die mir zugetragen werden, werden im jeweiligen Ausschuss behandelt.“ Angesprochen auf eine Verlängerung der 30er Zone bis zur Firma Senker betont Strobl: „Das Problem ist nicht die 30er Zone, sondern, dass sich die Leute nicht daran halten.“

Beim Thema Information und Transparenz kritisierten die anwesenden Bürger die mangelhafte Information rund um die Rallye, aber auch die Ausweitung der Gastgartennutzung auf Mitternacht. „Man sagt, man spricht mit den Anrainern, mit uns hat aber niemand gesprochen“, ärgert sich ein Bewohner der Wienerstraße.

„Uns hat man ebenso erzählt, es wurde mit den betroffenen Anrainern gesprochen“, betont SP-Mandatarin Cigdem Ciftci. Für Aufklärung sorgt eine NÖN-Anfrage an VP-Stadträtin Ute Reisinger: „Wir haben mit den Bewohnern der Wienerstraße über den Standort des Schanigartens von ‚Salt‘n Pepper‘ gesprochen, nicht aber über die Ausweitung der Gastgartennutzung.“

Mehr Infos zum Bürgermonitor unter spoemelk.com/melkgemeinsamgestalten/