Der Wettlauf um die Au. Während Unterlagen für Werksbau geprüft werden, holen „Ritter der Au“ Verstärkung: den Arbeitskreis Wachau und Sarah Wiener, Grünen-Listenzweite bei der EU-Wahl.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 30. April 2019 (05:19)
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Im Kampf gegen die Jungbunzlauer-Pläne: „Ritter“-Sprecher Paul Koch, Grünen-Listenzweite Sarah Wiener, „Ritter“-Obfrau Karin Selhofer und Melks Grünen-Stadtrat Emmerich Weiderbauer (v. l.).

Kaum ein Projekt polarisiert in der Region so stark wie die mögliche Zitronensäurefabrik in Bergern (Zelking-Matzleinsdorf). Der Wettlauf um die Au spitzt sich immer weiter zu. Bevor aber die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) über die Jungbunzlauer-Ansiedlung entscheidet, braucht es ein Okay vonseiten des Landes. Derzeit liegen dort die Projektunterlagen zur Prüfung vor.

Die Gegenbewegung „Ritter der Au“ lässt die Zeit vor dem Verfahrensstart naturgemäß nicht ungenutzt verstreichen. Vergangene Woche machte sich Sarah Wiener, Grünen-Listenzweite in der EU-Wahl, ein Bild vor Ort. Im Gasthaus „Donaublick“ in Lehen versammelten sich sowohl „Ritter“ als auch besorgte Bürger, um Wiener ihre Bedenken zu schildern. „Meine Unterstützung habt ihr auf jeden Fall. Kämpft gegen eine so seelenlose Maschinerie weiter an! Ihr seid eine Kraft“, sprach sich die Grünen-Spitzenkandidatin gegen die Werksansiedlung aus.

Neben den Grünen erhoffen sich die „Ritter der Au“ auch Unterstützung aus der Wachau. „Es gab vor Kurzem ein Gespräch mit dem Arbeitskreis zum Schutz der Wachau. Dabei wurde konstruktiv diskutiert“, informiert Sprecher der Projektgegner Paul Koch. Indes erarbeitet Wolfgang List, Rechtsanwalt der „Ritter“, die eingereichten Projektunterlagen. „Nach langem Hin und Her und etlichen Hürden haben wir endlich Zugang zu den konkreten Informationen“, berichtet Koch. Er nutzte das Event in Lehen auch, um die Werbetrommel für den Verein zu rühren. „Unsere Online-Petition ist noch offen und wir freuen uns über Spenden.“