Corona-Ampel: Der Bezirk Melk "sieht rot". Aktuell zählt der Bezirk 150 Corona-Fälle. Die NÖN hat den Überblick, was das "Rotlicht" mit sich bringt.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 30. Oktober 2020 (07:11)
Symbolbild
BMJ, Shutterstock.com

Nach einem kurzen Abstecher in Richtung "Gelb" blinkte die Corona-Ampel im Bezirk Melk bisher vor allem "orange". Nun ist der Bezirk - wie der Großteil Niederösterreichs - auf "Rot" geschalten. "Orange" strahlen im Bundesland nur mehr die Bezirke Hollabrunn, Horn, Mistelbach und Scheibbs.

40 Ansteckungen innerhalb von zwei Tagen im Bezirk

Die Entscheidung der Ampel-Kommission, erstmal ganz Österreich auf "Rot" zu schalten, basiert auf die steigenden Infektionszahlen und die Furcht um die Kapazitäten in den Krankenhäusern. Auch im Bezirk Melk klettert die Zahl der Infizierten nach oben, wie Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner der NÖN berichtet: Zum Wochenstart (Dienstag) waren 110 Personen positiv auf das Virus getestet worden, mit Stand heute (Donnerstag) zählt der Bezirk bereits 40 Fälle mehr: 150 covid-positive Testungen. Wie die NÖN bereits diese Woche berichtete, wird auch aufgrund der hohen Fallzahlen die zweite Corona-Station im Melker Spital wieder geöffnet.

Schnelle Reaktion in Melk auf "Rot-Schaltung"

"Jetzt ist genau das eingetreten, was ich schon vor Tagen befürchtet habe", lässt Melks VP-Stadtchef Patrick Strobl via Facebook wissen und verkündet verschärfte Maßnahmen für die Bezirkshauptstadt. "Unsere Mitarbeiter im Gemeindedienst werden ab Montag ihre Aufgaben wieder verstärkt in einzelnen Arbeitsgruppen erledigen, Bereitschaftsdienste werden eingerichtet; auch der eingeschränkte Parteienverkehr wird fortgeführt und bei Bedarf verschärft werden", informiert er.

Bezirk auf "Rot" - was gilt jetzt?

Wie sich das "Rotlicht" auf das Krankenhaus sowie die Pflegezentren, die Gastronomie und Kindergärten im Bezirk auswirkt? Die NÖN fasst zusammen.

  • In Spitälern werden auf Geburten-, Kinder- sowie auf palliativ Stationen Besuche eingeschränkt.
  • In Pflegezentren sind täglich maximal zwei Besuche mit je zwei Personen möglich.
  • Kindergärten bleiben offen. Es wird Eltern jedoch empfohlen, Kinder zuhause zu betreuen.
  • Die geplante Vorverlegung der Sperrstunde in der Gastronomie auf 22 Uhr gilt nicht. Die Sperrstunde bleibt bei 1 Uhr Früh