Corona-Cluster nach Senioren-Busreise

Zahlreiche Kirnberger Senioren dürften sich bei einer gemeinsamen Busreise mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Michael Bouda
Michael Bouda Erstellt am 14. Oktober 2021 | 12:21
Bus Symbolbild
Foto: VOR Bus

Auf eine zweitägige Busreise ins südliche Burgenland ging's für rund 40 Kirnberger Senioren am Donnerstag vergangener Woche. Nach der Heimfahrt am Freitag wurde dann klar: Es ist zu etlichen CoV-Infektionen gekommen. "Das Eigenartige ist, dass alle zweimal geimpft waren. Dafür hat, Gott sei Dank, niemand einen schweren Verlauf - es ist bei allen wie bei einer Verkühlung", ist Walter Pitterle, Obmann des Seniorenbunds Kirnberg, erleichtert.

Der erste Fall trat vier Tage nach der Heimreise auf. "Wir sind an alle, die mitgefahren sind, mit Informationen herangetreten, dass sich die Menschen testen lassen sollen", sagt Pitterle. Wie viele der rund 40 Senioren infiziert sind, könne nicht genau gesagt werden. Die Busreise dürfte aber stark dazu beigetragen haben, dass die Zahl der aktiven CoV-Fälle in Kirnberg mit Stand Donnerstag auf 30 hinaufgeschnellt ist.

Genaue Angaben gebe es aufgrund des Datenschutzes nicht, erklärt ÖVP-Bürgermeister Leopold Lienbacher. Der Ortschef wagt aber eine vorsichtige Einschätzung: "Ich vermute, dass ein Großteil der Fälle - zumindest mehr als die Hälfte - auf die Busreise zurückzuführen ist."