Covid-19: Ybbser Stadtchef Schroll positiv getestet. Nach einem Coronafall bei den Ybbser Künstlersymposium "Atelier an der Donau" weiten sich die Coronafälle weiter aus. Nach dem positiven Coronatest von VP-Landtagsabgeordneten Karl Moser hat nun auch der Ybbser SP-Bürgermeister und Nationalratsabgeordnete Alois Schroll ein positives Testergebnis erhalten.

Von Markus Glück. Erstellt am 14. September 2020 (22:32)
Der Ybbser Bürgermeister und Nationalratsabgeordnete Alois Schroll wurde positiv auf Corona getestet.
Markus Glück

Anders als Moser hat Schroll aktuell keine Symptome. "Ich war gestern noch laufen und habe aktuell 36,4 Grad. Ich habe immer aufgepasst und verstehe nicht, dass ich mich anstecken konnte", ist Schroll zerknirscht. Er selbst ärgere sich, dass er die Eröffnungsfeier besucht habe: "Mein Bauchgefühl hat mir was anderes gesagt. Ich habe mich aber auf viele Freunde gefreut. Es zeigt aber, dass, auch wenn man aufpasst, niemand vor dem heimtückischen Virus gefeit ist." 

Am Fußballplatz und bei Ybbserl-Abschlussparty

Schroll bekam Montagabend das positive Testergebnis nach einer Testung in Scheibbs. Nach einem Gespräch mit der Bezirkshauptmannschaft Melk stand in den letzten Stunden die Rückverfolgung der letzten 48 Stunden des Bürgermeisters auf dem Programm. So besuchte Schroll am Samstag das Meisterschaftsspiel des ASK Ybbs gegen den FC Rohrendorf, im Anschluss besuchte er die Abschlussfeier des Ybbser Szenelokals "Ybbserl" vor dessen Schließung. "Ich habe meine Kontaktpersonen der BH Melk genannt, diese sind auch bereits informiert. Ich habe weder am Fußballplatz noch im Ybbserl meinen Platz verlassen. Im Ybbserl habe ich auch nicht das Innere des Gebäudes betreten", versucht der Stadtchef zu beruhigen. 

Auswirkungen hat das positive Testergebnis auch auf die Ybbser Stadtregierung. Aktuell stehen laut Schroll einige Stadt- und Gemeinderäte unter Quarantäne, morgen, Dienstag, sollen diese getestet werden. Die Quarantäne des Stadtchefs dauert zumindest zehn Tage. 

Alle Details und die weiteren Auswirkungen lest ihr in der nächsten Melker NÖN.