Bezirk Melk droht die „rote Ampel“. Nach Gespräch mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober warnt Bürgermeister der Bezirkshauptstadt Melk, Patrick Strobl (VP), vor Gefahr, dass Melk bald "Rot" werden könnte.

Von Markus Glück. Erstellt am 25. September 2020 (13:22)
Freitagvormittag nahm Melks Bürgermeister Patrick Strobl an einer Videokonferenz mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober teil.
Stadtgemeinde Melk

Mehr als 60 neue Coronafälle gibt es in den letzten Tagen im Bezirk Melk – Tendenz weiterhin steigend. Erste Auswirkung ist, dass der Bezirk seit Freitagfrüh auf der Coronaampel des Bundes „Orange“ ausgewiesen ist.

Freitagvormittag hatten Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner und der Melker VP-Bürgermeister Patrick Strobl eine österreichweite Videokonferenz mit Gesundheitsministern Rudolf Anschober. Nach dem Gespräch warnt Strobl davor, dass der Bezirk bereits kommende Woche auf „Rot“ schalten könnte, die Auswirkungen dabei wären verheerend. Laut NÖN-Informationen steigen die Zahlen des Bezirks weiterhin stark an, die meisten Gefahrenpotenziale werden dabei bei Sportveranstaltungen sowie Familienfeiern gesehen. Größtes Problem im Bezirk derzeit ist, dass sich viele Betroffene erst mehr als vier Tage nach dem ersten Auftreten von Symptomen bei der Gesundheitshotline 1450 melden, in der Zwischenzeit aber bereits viele weitere Ansteckungen erfolgen. „Ich sehe die Gefahr, dass der Bezirk Melk ,rot‘ werden könnte. Wir müssen alles daran setzen, dass das nicht passiert. Ich appelliere an alle Menschen in unserer Stadt, sich an die vorgegebenen Maßnahmen zu halten und sich bei Symptomen sofort zu melden“, betont Strobl.