Kirnbergs ÖVP-Vizebürgermeisterin Geppel ist gegen die Spaltung

Kirnbergs ÖVP-Vizebürgermeisterin Katharina Geppel kritisiert die CoV-Maßnahmen und hat auch selbst gleich Vorschläge parat.

Erstellt am 26. November 2021 | 16:38
Lesezeit: 1 Min
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Katharina Geppel hofft auf eine höhere Impfquote – auch um das Personal in den Spitälern zu entlasten.
Foto: privat

„Ich fordere von der Landes- und Bundesregierung ein Ende der Maßnahmen, wodurch eine bestimmte Menschengruppe aus der Gesellschaft ausgeschlossen wird.“ Katharina Geppel, ÖVP-Vizebürgermeisterin in Kirnberg, findet in einem Posting, das sie vergangene Woche auf Facebook veröffentlicht hat, klare Worte gegen die CoV-Maßnahmen – und gegen ihre eigene Partei.

Was steckt dahinter? „Ich sehe mich als Kommunalpolitikerin in der Pflicht, die Gesellschaft zusammenzuhalten und nicht zu spalten. Deshalb habe ich mich verpflichtet gefühlt, meine persönliche Meinung zu veröffentlichen“, erklärt die Kirnberger Vizebürgermeisterin im Gespräch mit der NÖN. „Die Gesellschaft entwickelt sich momentan in eine Richtung, die sehr kritisch zu betrachten ist. Es gibt nur mehr sehr wenig Miteinander und viel Geimpfte gegen Ungeimpfte. Wir werden das aber nur gemeinsam schaffen.“

Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin ist selbst bereits zweimal geimpft und auch genesen, will aber anders als mit Verboten – wie 2G-Einlass bei Veranstaltungen – die Impfquote erhöhen. „Ich bin für konsequente und fachmännische Aufklärung oder Vergabe von Impfterminen – jedoch ohne Impfpflicht. Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten, sollten aufgeklärt werden über eventuelle schwere Krankheitsverläufe und die dann notwendigen regelmäßigen Testungen sollten regionaler angeboten werden.“ So könne auch verhindert werden, dass sich Menschen vorsätzlich mit Covid-19 infizieren. „Das hört man derzeit immer wieder – da muss man reagieren, das ist wirklich gefährlich.“