SPÖ und Grüne warnen ÖVP vor Abhaltung von Melker Advent

Angesichts der steigenden Covid-Zahlen fordern SPÖ und Grünen, ÖVP-Bürgermeister Patrick Strobl auf, die Entscheidung nochmals zu überdenken.

Erstellt am 17. November 2021 | 19:02
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Foto: Franz Gleiß

Bereits in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag warnten Grünen und SPÖ vor der Abhaltung des diesjährigen Adventmarktes. Wie berichtet will ÖVP-Bürgermeister Patrick Strobl den Adventmarkt unter strengen Sicherheitsmaßnahmen in verkleinerter Form abhalten. Die Argumente der ÖVP sind dabei nicht nur der Wunsch der Melker Wirtschaft nach einem Adventmarkt, Strobl will den Adventmarkt mit 2G-Regel auch als Belohnung für Geimpfte sehen und als wichtigen Pfeiler in der Vorweihnachtszeit für die Psyche der Kinder. 

In einem offenen Brief appellieren SPÖ und Grüne nun gemeinsam die Entscheidung zur Abhaltung des Adventmarkts angesichts der aktuellen drastischen Covid-Situation in Österreich nochmals zu überdenken. "Die Mitarbeiter in den Gesundheitseinrichtungen sind bis aufs Äußerste strapaziert. Dies zeigt unter anderem die Aktion "5 nach 12" im Landesklinikum Melk", erklärt Gesundheitsstadträtin Sabine Jansky (SPÖ). SPÖ und Grüne verweisen auf die derzeit dramatische Situation in den Spitälern in Oberösterreich und Salzburg. "Wir, die Melker Sozialdemokraten und die Grünen Melk, sind der Meinung, dass diese Signale nicht zu überhören sind und gemeinsames Handeln nötig ist. Dazu können wir einen Beitrag leisten", heißt es in dem offenen Brief an den Stadtchef. 

Der Gemeinderat habe, so Stadträtin Heidi Niederer (Grünen) seine Entscheidung zum Weihnachtsmarkt mit einem mittlerweile von der Realität überholten Wissenstand getroffen. "Nachdem sich die Covid-Situation in Österreich dramatisch zugespitzt hat, sollten Sie, Herr Bürgermeister, sich selbst und ihrer Fraktion die Möglichkeit geben, die Entscheidung zur Abhaltung nochmals zu überdenken", hofft Niederer, dass die Entscheidung nochmals objektiv diskutiert wird.