Zahl steigt weiter: 76 Coronafälle im Bezirk Melk. Melks Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner appelliert an die Bevölkerung im privaten und gesellschaftlichen Bereich Menschenansammlung zu vermeiden. Die Einstufung der Corona-Ampelkommission für den Bezirk ist für Haselsteiner nachvollziehbar.

Von Markus Glück. Erstellt am 28. September 2020 (12:18)
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Binnen vergangenen Woche ist die Zahl der Coronafälle im Bezirk Melk weiterhin stark gestiegen. Waren es in der Vorwoche noch knapp 270 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind es aktuell deutlich über 320 Personen.

Laut Bezirkshauptmannschaft Melk sind derzeit 76 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Darüber hinaus befinden sich mehr als 380 Personen unter Quarantäne, 85 Bürger im Bezirk Melk sind mit einer Verkehrsbeschränkung belegt.

Die meisten Fälle zählt aktuell im Bezirk die Marktgemeinde Pöggstall mit 16 Fällen (Vorwoche: 21 Fälle). Dort sind seit Wochenbeginn laut VP-Bürgermeisterin Margit Straßhofer aber wieder alle Bildungseinrichtungen geöffnet. Auch die Sonntagsmesse konnte, unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen, wieder normal abgehalten werden. 

Laut Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner zeigt die Beurteilung der Fälle, dass die Verbreitung des Coronavirus durch das intensivste gesellschaftliche, familiäre, freizeit- und veranstaltungsmäßige Verhalten eines Teils der Bevölkerung massiv begünstigt wurde und daher in weiterer Folge auch verschiedenste Institutionen und auch Firmen betroffen wurden.

"Die Herabstufung des Bezirks durch die Corona-Ampelkommission ist daher nachvollziehbar", betont Haselsteiner. Er appelliert an die Bevölkerung, abseits der ohnehin geltenden rechtlichen Vorgaben, auch im privaten und gesellschaftlichen Bereich Menschenansammlungen möglichst zu vermeiden. "Bei einschlägigen Symptomen bitte keinesfalls weiterhin die sozialen Kontakte aufrechthalten, sondern zu Hause bleiben und bei 1450 anrufen", meint Haselsteiner.