Jauerling: Wandern am rechten Rand. Seit über 90 Jahren steht das Jahn-Denkmal samt Turnerkreuzen schon auf dem Jauerling. Wanderer vermisst zusätzliche Infos bei Monument für rechten „Turnvater“ Jahn.

Von Denise Schweiger und Gertrude Schopf. Erstellt am 18. November 2020 (05:24)

Der Jauerling zieht in der Herbstzeit zahlreiche Wanderer an. Zwischen den meterhohen Bäumen, rund um Gipfelkreuz, Aussichtswarte und Skigebiet, offenbart sich eine Lichtung: die sogenannte Jahnwiese. Dort befindet sich auch das Jahn-Denkmal: ein kantiger Felsen, auf dem Plaketten verschiedener Turnvereine der Region angebracht sind. Und Symbole, die an das Hakenkreuz der Nationalsozialisten erinnern.

Ein Wanderer, der bei einem Rundgang am Jauerling das Jahn-Denkmal entdeckte, meldete sich daraufhin in der NÖN-Redaktion. Er persönlich kenne zwar die Geschichte um den „Turnvater“ Jahn und das Turnerkreuz (siehe Infobox), aber man könne nicht davon ausgehen, dass das jeder tue: „Meiner Meinung nach fehlt hier eine Zusatztafel, um dieses Stück Geschichte in Kontext zu setzen für jene, die nicht Bescheid wissen.“

Der ÖTB Turnverein Spitz, damals noch unter dem Namen „Deutscher Turnverein Spitz“ (gegründet 1922), hat das steinerne Gebilde in den Jahren 1927/28 errichtet. Zahlreiche weitere Turnvereine, die hier zu Gast waren und auf der über einen Hektar großen Turnerwiese ihre körperlichen Übungen und Wettkämpfe absolvierten, sind mit Wappen und Vereins logos auf dem Bauwerk verewigt.

„Denkmal steht hier, seit ich mich erinnern kann“

„Das Denkmal steht hier, seit ich mich erinnern kann, da hat nie irgendwer etwas daran geändert“, sagt Wolfgang Malota, seit heuer Obmann des Spitzer Turnvereins – mit etwa 450 Mitgliedern einer der größten Vereine. Der Wunsch nach einer Zusatztafel sei ihm nicht bekannt.

Umfrage beendet

  • Jahn-Denkmal am Jauerling: Fehlt hier eine Zusatztafel?