Erster Blick aufs neue Verkehrskonzept für Ybbs

Erste Eckpunkte und Einblicke in das neue Ybbser Verkehrskonzept.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 04:30
Lesezeit: 2 Min
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Der Bürgerspitalplatz ist zentraler Angelpunkt im neuen Ybbser Verkehrskonzept.
Foto: Foto Archiv , privat

Mit dem Vorschlag von Parkgebühren für die Innenstadt sorgte ÖVP-Verkehrsstadtrat Gert Kratzer im Herbst des Vorjahres für Diskussionen. Damals betonte Kratzer aber auch, dass die Parkgebühren nur ein Bruchteil des neuen Verkehrskonzeptes sein könnten, welches er in den nächsten Jahren umsetzen möchte.

Jetzt gibt Kratzer gegenüber der NÖN die Eckpunkte des neuen Ybbser Verkehrskonzeptes bekannt. Das Verkehrskonzept, welches von Experten gemeinsam mit der Stadtgemeinde erstellt wird, enthält dabei sämtliche Themen, die im Zusammenhang mit dem Verkehr in der Stadtgemeinde Ybbs stehen: neben der Parkraumbewirtschaftung auch die Themen Alltagsradeln, Fußgänger, Gemeindestraßen sowie öffentlicher Verkehr.

Kratzers Ziel ist eine moderne Mobilität, die auch die Möglichkeit, kurze Wege zu Fuß oder per Rad zurücklegen zu können, aufzeigt. Im Zuge des Stadtentwicklungsprozesses hat sich eine Fokusgruppe bereits intensiv mit der Thematik Verkehr auseinandergesetzt, auch diese Erkenntnisse sollen in das Konzept einfließen. Kratzer ist dabei aber wichtig, dass aus dem Verkehrskonzept keine unendliche Geschichte wird: „Wenn wir einen Plan haben, bin ich für eine rasche Umsetzung. Manche Maßnahmen werden aber bis zu zwei Jahre dauern.“ Insgesamt soll die Konzepterstellung samt erster Vorschläge bis zum Herbst 2022 abgeschlossen sein.

Bürgerspitalplatz: Schlüsselprojekt des neuen Verkehrskonzeptes ist der Bürgerspitalplatz samt sicherer Querungsmöglichkeit der B 25. „Die B 25 mit ihrem Schwerverkehr hat derzeit eine Trennwirkung für die Stadt und damit Auswirkungen auf die Bewohner, speziell die Schüler“, erklärt Kratzer. Der Bürgerspitalplatz ist dabei nicht nur ein Knotenpunkt, auch für den Busverkehr, sondern auch täglicher Staupunkt. Für Kratzer braucht es eine vernünftige Planung und eine baldige Umsetzung. Wie die künftige Gestaltung aussieht, ist derzeit aber noch offen: Von einer Umgestaltung der Kreuzung bis zu einen Kreisverkehr ist alles möglich.

Öffentlicher Verkehr: Im Zuge des Verkehrskonzeptes soll der öffentliche Verkehr in der Stadt genau unter die Lupe genommen werden. „Wir wollen schauen, wo die Anbindungen optimal sind und wo wir Verbesserungsbedarf haben“, sagt Kratzer.

Rad- und Fußgängerverkehr: Für den Verkehrsstadtrat ist der Rad- und Fußgängerverkehr ein Zukunftsthema für die Stadt, der unbedingt bereits jetzt mitgedacht werden muss. „Ich bin überzeugt, dass man künftig die kurzen Wege in der Stadt mit dem Rad und nicht mehr mit dem Auto zurücklegen wird“, betont Kratzer.

Parksituation in der Innenstadt: Gebührenpflichtige Kurzparkzone – oder nicht? Das ist auch im Verkehrskonzept die Frage. Aktuell gibt es zwar eine Kurzparkzone in der Stadtgemeinde Ybbs, diese wird aber wenig bis gar nicht kontrolliert. Die Folge sind Dauerparker, die notwendige Parkflächen wegnehmen. „Eine gebührenpflichtige Kurzparkzone ist zwar gut, aber sicherlich nicht das Allzweckmittel“, erläutert Kratzer gegenüber der NÖN.

Lkw-Verkehr: Mitbehandelt im Verkehrskonzept soll auch der immer stärker werdende Lkw-Verkehr in der Stadt werden. „Ziel ist es, den Lkw-Verkehr für die Anrainer zu minimieren“, sagt der zuständige ÖVP-Stadtrat. Eine Möglichkeit dabei wäre etwa ein Tempolimit für Lkw in der Stadt. „Bei Tempo 30 würden sich die Belastungen minimieren“, mutmaßt Kratzer.

Umfrage beendet

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