Gezanke bis zum Schluss um Skulptur. Diese Woche wird Skulptur von Georg Prunner auf „seinem“ Platz installiert. Trotz Fertigstellung des Projekts wird in der Gemeinde aber nach wie vor eines: gestritten.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 16. Juli 2019 (04:37)
Schweiger
Beim Lokalaugenschein zeigt sich: Abdeckungen und Verkleidungen wurden demontiert, das Buswartehäuschen und die Bücherzelle (Rückseite des Buswartehäuschens).

Es ist ein Auf und Ab – und das schon seit mittlerweile mehr als zwei Jahren. Die Neugestaltung des Georg-Prunner-Platzes sorgte immer wieder für hitzigen Gesprächsstoff in Emmersdorf. Allen voran VP-Vizebürgermeister Richard Hochratner und Künstler Franz Sam gerieten über die Jahre immer wieder aneinander. Und so ist es nun auch im Endspurt des Projekts.

„Nach Rücksprache mit den Gemeindemitarbeitern gibt es noch einiges zu klären und zu tun“, betont der Vizebürgermeister. Laut Hochratner sei der Platz nämlich alles andere als praktikabel gestaltet. „Um die Schaltkästen zu erreichen, muss man etwa immer eine Leiter holen, auch einige Schrauben sind locker“, zählt Hochratner auf. Außerdem fehlt ihm noch ein wichtiges Element auf dem öffentlichen Platz. „Mit Sam war ausgemacht, dass eine Bücherzelle eingebaut wird. Die ist noch ausständig.“

Große Verwirrung um vereinbarte Bücherzelle

Schweiger

Die Idee einer Bücherzelle in Emmersdorf hatte Grünen-Gemeinderat Helmut Wallner. „Laut dem Architekten kommt die Bücherzelle noch. Das ist mein Letztstand.“ Bei einem NÖN-Lokalaugenschein zeigt sich, dass diese aber ohnehin schon längst dort ist. Auf der „Rückseite“ der Bushaltestelle befindet sich der offene Schrank samt Büchern, zwei Bänken und zwei Steckdosen.

„Es war so ausgemacht und genau so wurde es auch umgesetzt. Sie dürften den Platz noch nicht so genau unter die Lupe genommen haben“, zuckt Sam mit den Schultern. Diese Woche wird die Georg-Prunner-Skulptur wieder aufgestellt. „Damit ist für mich dieses Projekt endgültig abgeschlossen“, zeigt sich der Künstler gegenüber der NÖN nicht gerade traurig darüber.

Mit den angesprochenen Mängeln konfrontiert gibt sich Sam ebenso unbeeindruckt. „Das ist das erste Mal, das etwas nicht sofort funktioniert. Ich schaue mir das diese Woche an“, sind für Sam anstehende Türen und lockere Schrauben kein allzu großes Problem. Viel schlimmer findet er den neuen Eröffnungstermin des langjährigen Projekts. „Ich rate der Gemeinde davon ab, den Georg-Prunner-Platz bei der Nikolausfeier im Dezember zu eröffnen. Warum wird keine eigene Veranstaltung organisiert?“, kritisiert er den offiziellen Eröffnungstermin vonseiten der Gemeinde.

Schweiger