Keine Chance für das „Tor zur Wachau“. Eine rund sechs Meter hohe Skulptur als Wahrzeichen Emmersdorfs wäre geplant gewesen. Realisiert wird diese aber nicht.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 09. August 2019 (04:56)
NÖN-Archiv
Mehr als ein Modell wird das „Tor zur Wachau“ vom Emmersdorfer Künstler Heinz Knapp wohl nicht werden. Die Mehrheit der Mandatare sprach sich gegen die Realisierung des Projekts und die Auftragsvergabe aus.

Jahr für Jahr sticht die Marktgemeinde Emmersdorf bei der Tourismusbilanz mit Top-Ergebnissen im Bezirksvergleich hervor. Traditionell landet sie nach Melk auf dem zweiten Platz, über 44.150 Touristen übernachteten etwa 2018 in Emmersdorf.

Hochratner
   

Nicht zuletzt lockt die Gemeinde so viele Besucher an, da sie als „Tor zur Wachau“ gilt. Um den touristischen Erfolg noch mehr zu fördern, entstand schon seit dem Vorjahr eine Idee um eine rund sechs Meter hohe Skulptur, die mit zwei Säulen eben genau dieses Tor symbolisieren soll. Doch mehr als ein paar Modelle und Skizzen wird das „Tor zur Wachau“ wohl nicht werden.

Per Dringlichkeitsantrag brachte VP-Bürgermeister Josef Kronsteiner bei der vergangenen Gemeinderatssitzung das Thema aufs Tapet. Denn jetzt kamen die Zahlen für das Kunstprojekt, welches der Emmersdorfer Künstler Heinz Knapp designte, auf den Tisch. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 26.000 Euro, die Förderung des Landes NÖ beträgt 5.000 Euro.

„Was? So viel Geld für Beton? Ich bin mir nicht sicher, ob wir hier so viel investieren sollten.“Stefan Kloihofer, SP-Gemeinderat

„Was? So viel Geld für Beton? Ich bin mir nicht sicher, ob wir hier so viel investieren sollten“, platzte es SP-Gemeinderat Stefan Kloihofer heraus. „Wir können ja nochmals beim Land NÖ nachfragen, ob es weitere Zuschüsse gibt“, versuchte der Bürgermeister, die Debatte auf den Mehrwert von Kunst zu lenken. Ein Argument, von dem auch der frisch gebackene Ex-Vize und nunmehriger VP-Gemeinderat Richard Hochratner überzeugt ist. „Kunst gehört in eine Gemeinde – und Knapp ist ein einheimischer Künstler.“

Für die Mehrheit der Mandatare reichte das aber nicht. Die Auftragsvergabe an Knapp wurde abgelehnt.