Kerschbaumer: „Feuerwehr ist kein Wahlkampf-Thema“. Die Kommandanten der FF Gossam und Emmersdorf sind sich einig: Gewählte Mandatare sollen sich der Sache annehmen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 26. Januar 2020 (06:46)
Gossams FF-Kommandant und VP-Parteichef Karl Kerschbaumer (5. v. l.) betonte bei der Jahreshauptversammlung, dass die Pläne um ein mögliches FF-Haus in Gossam nicht in den Wahlkampf gehören.
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Dass die Idee um ein mögliches FF-Haus in Gossam zum Politikum gemacht wird, stößt in Emmersdorf auf wenig Gegenliebe. Das Thema scheidet die Geister – unter der Hand wurde etwa gemunkelt, dass es sich bei der Jahreshauptversammlung der FF Gossam vergangenes Wochenende um eine Krisensitzung zum Thema gehandelt habe.

Gerüchte, die Gossams FF-Kommandant und VP-Parteichef Karl Kerschbaumer dementiert: „Die Feuerwehr ist kein Wahlkampf-Thema.“ Auch die kurzfristig anberaumte Gemeinderatssitzung, mit nur einem Tagesordnungspunkt um eine Flächenwidmung diese Woche, stimmte einen NÖN-Leser misstrauisch: „Geht es da schon um das Areal für das FF-Haus?“ „Blödsinn“, winkt VP-Vize Georg Ertl ab, „da geht es um Baugründe.“

Die Idee um einen eigenen Stützpunkt für die Gossamer sei laut Ertl einzig und allein im Zuge des Schallemmersdorfer Hochwasserschutzes aufgeflammt. „Aufgrund der hohen Projektkosten musste die Gemeinde einsparen. Es wurde uns ein Dammbalkenlager nahegelegt, daher rührt das Andenken punkto FF-Haus.“ Der Vize betont, dass „kein einziger Euro für Pläne geflossen“ sei.

Nachgefragt bei Emmersdorfs FF-Kommandant Josef Reithmayer will auch er festhalten: Das Kommando der FF Emmersdorf möchte sich weder in die Handlungsverantwortung der Marktgemeinde noch in den aktuellen Wahlkampf einmischen.

„Die Aufgabe der gewählten Gemeindevertretung wird es wohl sein, einen vernünftigen Dialog zu starten, Emotionen abzubauen, ein gemeinschaftliches Miteinander zu finden und letztlich eine Entscheidung zu treffen, die zum Wohle Emmersdorfs umzusetzen ist.“