Vom Segen zur Buße: Falschparker vor Kirche gestraft. Kirchenbesucher kassierten nach Ostermesse Strafzettel. Stellflächen sind zu kirchlichen Hochfesten Mangelware.

Von Denise Schweiger. Update am 13. Mai 2019 (11:46)
Schweiger, Gemeinde
VP-Bürgermeister Josef Kronsteiner kennt die Parkplatzproblematik rund um die Kirche. Normalerweise reicht die Anzahl der Parkplätze vor der Kirche. Wenn viele der Messe beiwohnen, wird es eng. 

Eine weniger erfreuliche Überraschung erwartete eine Vielzahl von Kirchengehern, die die Ostermesse in Emmersdorf besuchten. Wegen Falschparkens kassierten viele von ihnen einen Strafzettel.

„Unfassbar!“, poltert ein aufgebrachter Emmersdorfer. „Seit zig Jahren stehen bei gut besuchten Messen die Autos dort zum Teil auf der Straße. Das hat noch nie jemanden gestört, es konnte auch dieses Mal jeder vorbei.“

Gestört scheint es allerdings schon jemanden zu haben. Die Polizeistreife kam nämlich nach Emmersdorf, nachdem sich ein Autofahrer auf dem Revier gemeldet hatte. Das bestätigt Karin Rathbauer vom Bezirkspolizeikommando: „Ein Durchkommen für größere Einsatzfahrzeuge wäre nicht möglich gewesen. Zudem war eine vorschriftsmäßige Parkmöglichkeit in der näheren Umgebung gegeben.“

 "Stellflächen sind dort begrenzt"

 Den Vorfall nach der österlichen Messe hat auch VP-Bürgermeister Josef Kronsteiner mitbekommen. Wenn viele in die Kirche gehen, gäbe es laut dem Ortschef meistens Probleme bei der Parkplatzsuche. „Die Stellflächen sind dort begrenzt. Unter der Woche fällt das nicht auf, aber bei kirchlichen Hochfesten, wie eben Ostern, kann es schon recht schnell eng werden“, beschreibt der Bürgermeister die die örtliche Problematik.

Die Gemeinde Emmersdorf sei erpicht darauf, die Situation zu verbessern, doch aufgrund der schmalen Straßenführung durch den Ortskern ist der Platz für weitere Stellflächen überschaubar. „Das ist ein generelles Problem der Wachaugemeinden. Auch wenn wir mehr Parkplätze schaffen wollen – den Platz dafür haben wir in Teilen der Gemeinde einfach nicht“, meint Kronsteiner.