Das Wahrzeichen als Modell verewigt

Erstellt am 22. Juni 2022 | 04:07
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8392071_mel25darueber_emmersdorfer_kuenstler_cp.jpg
Walter Pöchlinger, ehemaliger Lehrer an der Emmersdorfer Mittelschule, und sein Modell des Viaduktes, welches er für das Bezirksfest anlässlich 100 Jahre Niederösterreich erstellt.
Foto: Foto privat
Walter Pöchlinger hat sich etwas Besonderes für das Bezirksfest einfallen lassen: ein Modell des Emmersorfer Viadukts.
Werbung
Anzeige

Dass Walter Pöchlinger früher Werklehrer war, kann er nicht abstreiten: In akribischer Feinstarbeit bastelt er ein Modell des Emmersdorfer Viaduktes – das Wahrzeichen der Gemeinde an der Donau.

440_0008_8396193_mel25darueber_modellbauer.jpg
Foto: privat

Wenn sich dieses Wochenende im Rahmen des Bezirksfestes anlässlich 100 Jahre Niederösterreich die 40 Gemeinden des Bezirkes Melk präsentieren, wird Pöchlingers Werk zu sehen sein. Zuvor warf Emmersdorfs Bürgermeister Richard Hochratner (Liste „Bürgernahes Emmersdorf“), ein Auge auf das Modell. Er zeigt sich begeistert von der detailgetreuen Kreation: „Er macht das wirklich ausgezeichnet. Das Modell wird beim Bezirksfest präsentiert – und danach auch in der Gemeinde ein schönes Platzerl finden.“ Wo genau das sein wird, steht noch nicht fest. „Das ist schließlich nicht ganz so einfach: Das Modell ist gut drei Meter lang und natürlich nicht wetterfest“, so der Ortschef.

Das Modell wird beim Bezirksfest präsentiert – und danach auch in der Gemeinde ein schönes Platzerl finden.“ Richard hochratner BNE-Bürgermeister

Das Emmersdorfer Viadukt: Früher schoben sich hier in luftigen Höhen schwere Dampfloks in Richtung Wien oder Linz. Das Viadukt ist über 100 Jahre alt, rund 105 Meter lang und über 20 Meter hoch – – und stiller Zeitzeuge, der an jene Zeit erinnert, als die Donauuferbahn noch eine durchgehende Bahnverbindung war.

„Zuerst gab‘s ja nur die Westbahn, die wurde 1858 aktiviert. Man wollte aber auch eine Trasse entlang der Nordseite – etwa aus wirtschaftlichen Interessen – schaffen“, gibt der Bürgermeister Einblick. Da die die Westbahnstrecke in der Vergangenheit immer wieder geflutet wurde, entstand die Idee der hochwassersicheren Viadukte. Die „Baustelle Viadukt“ hatte es in sich, wie Hochratner berichtet: „Geplant wurde es vom Architekten Rudolf Pichler, der Bau ging über einige Jahre. Im Gossamer Graben wurden die Steine auf den Zentimeter genau vorbereitet, ehe sie hochtransportiert wurden.“

Seit 2019 sind die Gleise der Donauuferbahn zwischen Hofamt Priel und Emmersdorf verschwunden – und die historische Trasse unterbrochen.

Weiterlesen nach der Werbung