Endgültiges „Aus“ für Donauuferbahn. Zugverkehr / Studie zeigt: Kosten für Weiterführung zu hoch. Auch Bürgermeister sehen keine Hoffnung mehr in Wiederbelebung.

Von Gerald Götsch. Erstellt am 19. November 2013 (23:59)
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Von Gerald Götsch

Der Zugverkehr auf der Donauuferbahn zwischen Emmersdorf und Sarmingstein wurde vor knapp drei Jahren eingestellt.

Seither flammten immer wieder Diskussionen und Ideen auf, die einen Teilbetrieb für den Personenverkehr vorsahen. Hoffnung gab es bis zuletzt. Viele Gemeinden sahen sich durch die Bahneinstellung vom Tourismus abgeschnitten. Nun kommt allerdings das offizielle „Aus“. Bei einem Treffen der Bürgermeister der betroffenen Donaugemeinden in der Landeshauptstadt wurde eine vom Regionalverband durchgeführte Studie präsentiert, die ein eindeutiges Ergebnis brachte: Die Kosten, sowohl Investitions- als auch Betriebskosten, wären zu hoch.

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„Die Studie lässt keine Zweifel: Die Kosten für eine Weiterführung sind zu hoch. Aus diesem Grund kam es relativ schnell zu einem Konsens zwischen den Bürgermeistern“, erklärt Nationalratsabgeordneter Georg Strasser. „Allerdings gibt es Überlegungen, die Wachaubahn eventuell bis Weitenegg weiterzuziehen.“ Seit der Bahneinstellung übernimmt eine Busverbindung den Regelverkehr, auch ein Touristenbus ist im Einsatz.

Die Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NOEVOG), die sich seit 2010 für die Regionalbahn zuständig zeigt, war für eine Stellungnahme nicht bereit.

Am Donnerstag kommt es zu einem weiteren Treffen. Hier soll es um die Frage der Grundstücke und der Gütertransporte der Habsburger Richtung Westen gehen. Das Habsburg Lothring‘sche Gut Persenbeug liefert nach wie vor per Güterzüge große Holzmengen an die Lenzing AG nach Oberösterreich.