43 Jahre lang ein Melker Pionier: „Zeit ist verflogen!“. Als er 18 war, rückte Oskar Dick in der Melker Kaserne ein. Anlässlich seines Pensionsantritts blickt er mit der NÖN zurück.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 02. Mai 2021 (05:19)
Abschied von den Kameraden und der Birago-Kaserne: Oskar Dick tritt nach 43 Jahren bei den Melker Pionieren mit 1. Mai in den Ruhestand.
privat, privat

Ein Film über die Arbeit der Pioniere beim Bundesheer sollte Oskar Dicks Leben maßgeblich verändern. „Brücken bauen, Einsätze zu Land und Wasser, Menschen bei Katastrophen helfen – als ich gesehen habe, was die Pioniere leisten, war mir klar, dass ich meinen Präsenzdienst bei den Melker Pionieren leisten will“, erinnert sich Dick zurück.

Gesagt, getan: Mit 18 Jahren wechselte er aus seiner Salzburger Heimatgemeinde Fusch an der Großglocknerstraße nach Melk, rückte im April 1978 in die Birago-Kaserne ein. Nach 43 Jahren im Bataillon nimmt der Wahl-Melker nun den Hut und tritt am 1. Mai seinen Ruhestand an.

„Dabei hatte ich zu Beginn gar nicht die Absicht, so lange zu bleiben“, schmunzelt Dick. Während seinem Grundwehrdienst gab es einige Katastropheneinsätze, sowohl in Nieder- als auch in Oberösterreich, zu bewältigen. Dick war mit Feuereifer dabei: „Und als ich gefragt wurde, ob ich bleiben will, hab‘ ich zugesagt.“

Einsätze in Syrien und Albanien

In den vergangenen 43 Jahren hat Dick zahlreiche Auslandsdienste absolviert. 1979 war er Kraftfahrer in Syrien („fast 50.000 Kilometer in sechs Monaten hab‘ ich da zurückgelegt“), 1999 war er beim Aufbau eines Flüchtlingslagers in Albanien im Einsatz.

Zuletzt war er für die Ausbildungseinteilung mitverantwortlich. „Dazwischen gab es viele Schulungen und Kurse, die Zeit ist bei all diesen abwechslungsreichen Tätigkeiten regelrecht verflogen“, blickt Dick zurück. Jetzt fokussiert sich er sich auf die Familie: Mit sechs Enkelkindern kommt auch in seiner Pension gewiss keine Langeweile auf.