Mostviertler Paar debütiert bei Opernball. Sophie Heindl (20) und Nikolaus Potapow (21) werden den Opernball eröffnen – auch dank Manker Unterstützung.

Von Michael Bouda. Erstellt am 20. Februar 2020 (05:27)
Andrea Gallistl, Sophie Heindl, Nikolaus Potapow und Johann Gallistl (v. l.) trainierten mehrere Male im Saal des Manker Tanzsportklubs, um das Vortanzen für den Opernball zu meistern – mit Erfolg.
Michael Bouda

„Schon seit meiner Kindheit schaue ich mir praktisch jedes Jahr den Opernball an. Und ich habe immer schon davon geträumt, selbst einmal auf der Tanzfläche zu stehen und einzutanzen“, strahlt Sophie Heindl. Ihr Traum ist in Erfüllung gegangen. Zusammen mit ihrem Pöchlarner Partner Nikolaus Potapow wird die Zelking-Matzleinsdorferin am Donnerstag dieser Woche auf dem Parkett der Wiener Staatsoper stehen.

Die Vorbereitungen begannen bereits im Sommer 2019. „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass wir uns bewerben wollen. Alleine das Vortanzen ist schon ein Erlebnis“, erzählt Heindl, die zuvor beim Melker Stiftsball und beim HTL-Ball in St. Pölten Erfahrung im Eintanzen gesammelt hatte. Nach der Bewerbung wurde das Paar zum Vortanzen Anfang Oktober eingeladen – ebenfalls bereits in der Staatsoper. Bis dahin stand allerdings viel Training auf dem Programm.

Drei Monate lang trainierten die beiden täglich zu zweit. Und rund alle zwei Wochen bekamen sie besondere Hilfe: von Johann und Andrea Gallistl vom Tanzsportklub Mank. Im Mittelpunkt der Trainingseinheiten im Alten Wirtshaus stand neben der Technik vor allem das Auftreten. „Eine aufrechte Haltung und eine positive Ausstrahlung sind ganz wichtig“, erklärt Gallistl, Vizepräsident des Manker Tanzsportklubs. „Man darf beim Tanzen nicht sehen, dass es anstrengend ist, man muss sehen, dass es Spaß macht.“

Harte Trainings machten sich bezahlt

Nach sechs Einheiten war es Anfang Oktober dann so weit mit dem Vortanzen. „Ich glaube, meine Frau und ich waren genauso angespannt wie die beiden“, lacht Gallistl. Die harten Trainings hatten sich schließlich ausgezahlt: Heindl und Potapow stehen zusammen mit 143 anderen Paaren am Staatsopernparkett. „Mit sehr viel Ehrgeiz und Motivation haben sie es geschafft“, war bei Gallistl die Freude fast so groß wie beim Paar selbst.

Fünf Proben, allesamt im Gustav-Mahler-Saal der Staatsoper, haben die beiden Tänzer vergangene Woche absolviert, am Mittwoch steht die Generalprobe an. Und wie groß ist die Nervosität vorm besonderen Abend am Donnerstag? „Derweil geht‘s eigentlich noch“, schmunzelt Potapow. Heindl hakt ein: „Aber direkt davor wird es sicher einige Momente geben, in denen wir nervös sein werden.“