Vandalismus am Ybbser Kirl. Verunstaltungen jetzt auch am Kirl. Projekt Jugendzentrum sollte Abhilfe schaffen, ist aber auf Eis gelegt.

Von Christina Brandstetter. Erstellt am 24. Februar 2021 (05:29)
Die Anrainer am Kirl dokumentieren den Vandalismus in ihrer Nachbarschaft und bleiben den Tätern so auf der Spur.
privat

Immer häufiger kommt es in Ybbs zu Vandalismus, Verunreinigungen und Fällen von Ruhestörung. Erst kürzlich wurden Häuser in der Altstadt mit Eiern beworfen. Laute Mopedgeräusche belästigten Anrainer. Nun trifft es auch den Ybbser Kirl. Rund um den Teich soll Müll verstreut und nicht beseitigt worden sein. Außerdem seien Schneestangen aus dem Boden gezogen, Holz demoliert und liegen gelassen worden sein, wie ein wütender Ybbser auf Facebook postete.

Nachdem der Beitrag mehrere Male geteilt wurde, meldeten sich Jugendliche beim Anrainer Philipp Langstetter. „Die Burschen meinten, sie hätten sich beim Holz angelehnt und es sei gebrochen. Sie haben sich entschuldigt. Für die anderen Dinge – also die herausgezogenen Schneestangen, die weggeworfenen Dosen und Flaschen – seien sie nicht verantwortlich“, schildert Langstetter.

Es wird in diesem Fall also keine Anzeige erstattet. Langstetter warnt aber vor: „In der Nachbarschaft wollen wir vielleicht einen Verschönerungsverein gründen. Die Vorfälle häufen sich seit diesem Jahr stark. Ich werde auch in nächster Zeit regelmäßig fotografieren gehen.“

Polizei und Gemeinde wollen Randale stoppen

Dass es Probleme mit einigen Jugendlichen gibt, ist schon länger bekannt. Um dieser Generation einen Raum zu geben, will die Gemeinde ein Jugendzentrum errichten. Die Räumlichkeiten wurden bereits angekauft. Das Projekt ist aber gerade auf Eis gelegt. „Wegen Corona dürfen sich Vereine gerade nicht treffen. Ich hoffe, dass sich die Vorkommnisse wieder legen“, erklärt Vizebürgermeister Dominic Schlatter (SPÖ).

Die Polizei ist bereits verständigt worden, und führe nun vermehrt Patrouillen durch, versichert Schlatter. „Seitdem eine Betroffene, deren Tür mit Eiern beschmiert wurde, auf Facebook darüber berichtet hat, ist nichts mehr passiert. Vielleicht hat das die Täter verscheucht“, sagt der Vize.

Auch seitens des Bezirkspolizeikommandos Melk weiß man derzeit von keinen weiteren Angriffen in der Altstadt. „Die Eierattacken sind angezeigt worden, da ist aber noch nichts herausgekommen. Die Ermittlungen laufen gerade, man weiß aber noch nicht, wer die Leute sind“, heißt es.

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