„Recht auf Wind im Haar“: In der Rikscha durch Mank

Erstellt am 06. März 2019 | 05:00
Lesezeit: 2 Min
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Fahrrad-Rikscha, Feldkirch
In Feldkirch gibt es bereits seit 2016 eine Fahrrad-Rikscha. Nun soll die Stadt Mank folgen.
Foto: privat
Mank könnte die erste Gemeinde Niederösterreichs mit einer Fahrrad-Rikscha für gebrechliche Menschen und Menschen mit Behinderungen werden.
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„Das Recht auf Wind im Haar.“ So lautet das Motto der Organisation „Radeln ohne Alter“, die bis Sommer auch in Mank vertreten sein soll. Worum geht‘s? Menschen sollen, auch wenn sie körperlich dazu nicht mehr in der Lage sind, das Gefühl des Radfahrens erleben können – in einer Rikscha und noch dazu kostenlos.

„2018 haben wir mit zwei Rikschas 4.300 Kilometer zurückgelegt“, erzählt Projektleiter Wolfgang Kühne von der großen Auslastung in der Vorarlberger Gemeinde Feldkirch, die nach Lustenau eine Vorreiterrolle einnahm.

Ursprung in Dänemark

Die Initiative hat ihren Ursprung in Dänemark, wo mittlerweile in mehr als 50 Gemeinden über 300 Rikschas verwendet werden. Seit 2012 hat „Radeln ohne Alter“ in Ländern rund um den Globus Fuß gefasst. In Österreich war es 2015 so weit und dieses Jahr soll Mank die erste niederösterreichische Gemeinde werden, in der gebrechliche Menschen oder Menschen mit Behinderungen eine Rikscha-Fahrt genießen können. „Das ist eine ganz besondere Geschichte – so etwas gibt es in ganz Niederösterreich noch nicht“, zeigt sich VP-Bürgermeister Martin Leonhardsberger stolz.

Organisiert wird das Projekt in der Stadtgemeinde vom Verein Lichtblick. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Finanzierung der Rikscha (voraussichtlich gut 6.000 Euro) beschlossen – sie wird von Rad Fuchs gebaut. Bereits mehrere Menschen haben sich bereit erklärt, als „Piloten“ bei den künftigen Ausfahrten zu fungieren.

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