Crash mit drei Promille im Blut: Alkolenker vor Gericht. Alkolenker (35) kam von Straße ab, Mitfahrer wurde verletzt. Urteil: bedingte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 19. November 2018 (07:57)
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Symbolbild

Nach einer durchzechten Nacht setzte sich ein 35-Jähriger aus dem Bezirk mit 3,11 Promille hinters Steuer seines Autos. Bei der Autobahnabfahrt in Melk kam er von der Straße ab. Weil bei dem Unfall ein Mitfahrer schwer verletzt wurde, sitzt er wegen fahrlässiger Körperverletzung vorm Strafrichter.

„Meine Erinnerung an den Unfall fehlt völlig“

Einen Bruch des Schlüsselbeins erlitt ein Mitfahrer, auch der Alkolenker wurde schwer verletzt. „Meine Wirbelsäule ist verstaucht, im Kieferbereich bin ich verplattet. Nach zehn Tagen im Spital bin ich aufgewacht. Meine Erinnerung an den Unfall fehlt völlig“, erzählt er. Sonst fahre er immer mit dem Taxi, wenn er getrunken hat.

„Es ist unfassbar, wenn man sich die Fotos des Unfallautos anschaut. Es grenzt an ein Wunder, dass da jemand lebend rausgekommen ist“, meint der Richter und verurteilt den 35-Jährigen wegen fahrlässiger Körperverletzung zu drei Monaten bedingt (nicht rechtskräftig). Und er begründet: „Mag sein, dass der Angeklagte selbst nicht mehr vorhatte, alkoholisiert zu fahren und ihn Mitfahrer überredet haben. Niemand weiß, warum der Angeklagte gefahren ist, und Zeugen, die damals unter zwei Promille hatten, gibt es nicht.“