Teddy Konrad hilft gegen das Trauma. Kinder, die bei Unfällen involviert sind, bekommen Stofftiere. Woher kommt diese Idee?

Von Denise Schweiger. Erstellt am 25. März 2020 (04:56)
FF Pöchlarn

Unfälle sind für alle Beteiligten ein Schock. Besonders Kinder verarbeiten das Erlebte oft nur schwer – vor allem, wenn es Verletzte gab. Ein kuscheliger Freund soll dabei helfen: Seit drei Jahren kommt in Pöchlarn Konrad zum Einsatz. Die Feuerwehrkameraden verschenken sogenannten Traumabären, Stoffteddys in Floriani-Montur, an Kinder, die bei Unfällen beteiligt waren.

„Die Bären gibt es in ganz Niederösterreich und werden in jedem Hauptfahrzeug mitgeführt“, erläutert Franz Albrecht, Kommandant der FF Pöchlarn. Die Idee dahinter ist, den Kindern Ängste zu nehmen. Einerseits von dem Erlebten, andererseits von den helfenden Fremden:

„Deswegen ist er wie ein Feuerwehrmann gekleidet. Damit wird ihnen kindgerecht vermittelt, dass sie sich vor uns nicht fürchten müssen.“ Die Bären werden von der Firma Rosenbauer, die Feuerwehr-Equipment herstellt, vertrieben.

Traumabär kam dieses Jahr schon zum Einsatz

Anfang März musste Konrad bereits einmal „ausrücken“. Auf der Autobahn in Pöchlarn krachte ein Pkw gegen die Mittelleitschiene und blieb mit Frontalschaden am Pannenstreifen liegen. Ein Kind befand sich bei diesem Crash im Wagen. „Glücklicherweise haben die Unfälle mit Kindern über die vergangenen Jahre nicht zugenommen“, gibt Albrecht Einblick in die Pöchlarner FF-Statistik. Und falls doch wieder ein Kind einen Unfall miterleben muss, sind die Konrads griffbereit im Feuerwehrauto gelagert.

Die Traumabären hatten auch einen Vorgänger, wie FF-Mitglied Nicole Vollgruber erzählt: „Zuvor haben wir Stoff-Affen an die Kinder ausgeteilt.“