Gradwohl-Insolvenz: 30 Mitarbeiter könnten Arbeitsplatz verlieren

Erstellt am 02. Dezember 2022 | 10:24
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Alexander Wittmann
Noch sind beim AMS Melk keine Mitarbeiter der Firma Gradwohl gemeldet, allerdings könnten im Zuge des Sanierungsverfahrens rund 30 der 210 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Stadt Melk will versuchen zumindest einen Teil aufzufangen.
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Die Insolvenz des Melker Traditionsbetriebs Gradwohl mit 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt in der Bezirkshauptstadt für eine Schockwelle. Wie von NÖN.at bereits berichtet stehen stehen Verbindlichkeiten von rund sechs Millionen Euro Aktiva von fast zwei Millionen Euro gegenüber. Laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV 1870) handelt es sich um die sechstgrößte Insolvenz in Niederösterreich in diesem Jahr.

Wir hatten berichtet:

In der Stadt ist das Familienunternehmen der drittgrößte Arbeitgeber - hinter der Elektrofirma Gottwald und dem Landesklinikum Melk. Laut NÖN-Informationen ist das Unternehmen bemüht, im laufenden Sanierungsverfahren möglichst wenige Mitarbeiter zu kündigen.

Beim AMS Melk sind auf Grund des Insolvenzantrages noch keine Personen vorgemerkt. Bis dato ist laut AMS-Bezirksstellenleiter Helmut Fischer auch noch keine Frühwarnmeldung eingegangen. "Dies kann aber vom Masseverwalter auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden", betont Fischer. Laut aktuellen NÖN-Informationen könnten rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den geplanten Sanierungsmaßnahmen betroffen sein. 

Bei der Stadt Melk will man dem Traditionsbetrieb in dieser schwierigen Zeit zur Seite stellen. In einem Gespräch zwischen Melks Bürgermeister Patrick Strobl (ÖVP) und dem Firmenchef des Unternehmens, Helmut Gradwohl, sprach dieser von einer geringen Anzahl von Dienstfreistellungen. "Als Gemeinde wollen wir prüfen, ob wir die Möglichkeit haben, einige Personen bei uns aufzufangen. Immerhin suchen wir immer wieder Leute in verschiedenen Positionen", will Strobl die Menschen nicht im Regen stehen lassen. 

Alle weiteren Details zum laufenden Sanierungsprozess und den Hintergründen, warum der über 50 Jahre alte Firmenbetrieb in die Insolvenz schlitterte, lest ihr in der kommenden Melker NÖN oder im E-Paper. 

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