Für Pendler heißt es „Bus statt Zug“. Westbahn / Schienenersatzverkehr zwischen Pöchlarn und Ybbs wird zur Dauereinrichtung.

Von Gerald Schwaiger-Götsch. Erstellt am 10. Mai 2014 (18:30)
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Auch nach dem Lückenschluss zwischen Ybbs und Amstetten werden in Säusenstein und Krummnußbaum nicht mehr Züge halten. In Zukunft heißt es für die Pendler »Bus statt Zug«.
NOEN, Götsch

BEZIRK / Seit 2009 wird am viergleisigen Ausbau der Westbahnstrecke zwischen Ybbs und Amstetten gearbeitet, der Lückenschluss ist für Dezember 2014 geplant. Aufgrund des Ausbaus erfolgten auch Umbauarbeiten zwischen Pöchlarn und Ybbs, weshalb von vielen Pendlern der Schienenersatzverkehr in Kauf genommen wurde. Vor allem Regionalzüge wurden vom Fahrplan gestrichen.

Einer dieser Pendler ist Peter Anerinhof aus Säusenstein. Er wird künftig wieder auf seinen Pkw umsteigen. Krummnußbaums Vizebürgermeisterin Andrea Eichinger kennt den Grund: „Die ÖBB versicherte uns zu Beginn der Bauarbeiten, dass die Frequenz der Regionalzüge nach Fertigstellung des Ausbaus wieder wie vorher sein wird.“ Dem ist nun nicht so. Beim „Fahrbahndialog Mostviertel“ wurde vergangenen Mittwoch in Wieselburg verlautbart, „dass auch in Zukunft der aktuelle Fahrplan beibehalten wird“, so Eichinger. Das bedeutet: Ab Dezember werden die Busse weiterhin fahren und die Frequenz der Regionalzüge unverändert niedrig bleiben.

Michael Braun, Pressesprecher der ÖBB, formuliert es so: „Auf der Strecke Pöchlarn-Ybbs wird der Schienenersatzverkehr durch eine Neugestaltung des Busnetzes, einem regulären Kraftfahrlinienbetrieb, ersetzt.“

Vor allem Krummnußbaum und Säusenstein bleiben „abgeschnitten“. Busse rollen nun auch weiterhin durch die Ortschaften. „Die Busse fahren großteils neben der neuen Bahntrasse, da fühlt man sich schon gefrotzelt“, so Anerinhof. Die Haltestellen Säusenstein und Krummnußbaum wurden zudem vor einigen Jahren erneuert. Zwischen Ybbs und Amstetten soll der Schienenersatzverkehr auslaufen.