Wenn die ganze Stadt Melk zur Bühne wird. Vorbereitungen für „12h-Konzert wider Gewalt und Vergessen“ laufen. Obmann Hauer verrät, wo sich was abspielt.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 15. September 2019 (05:42)
Matejschek
Das „Ensemble 15.21“ wird am Nachmittag in der Stadtpfarrkiche zu hören sein. Das genaue Programm finden Interessierte unter www.melk-memorial.at.

25 Jahre Gedenkverein MERKwürdig, über 30 Künstler und zwölf Stunden Musik zum Gedenken an rund 14.400 ehemalige Melker KZ-Häftlinge: Bis zum „12h-Konzert wider Gewalt und Vergessen“ am Sonntag, 22. September, sind es weniger als zwei Wochen.

Die Organisation des Jubiläumskonzerts läuft auf Hochtouren. Nicht nur die Dauer des Konzerts mit den verschiedenen Künstlern ist eine Herausforderung, sondern auch die Vorbereitung der diversen Spielstätten. Ganz Melk wird im Zuge des Festes zur Bühne.

„Nonstop Musik“ gibt es etwa am Melker Hauptplatz zu hören. „Das Programm stellen wir nächste Woche detaillierter vor“, so Alexander Hauer, „MERKwürdig“-Obmann. Einige Details verriet er aber schon der NÖN. So eröffnet Maria Zauner um 10 Uhr den Konzerttag mit einem Orgelkonzert in der Stiftskirche. Zur vollen Stunde spielen Künstler bei der KZ-Gedenkstätte und im Gelände der Birago-Kaserne.

Einen besonderen Beitrag dafür hat Johannes Kammerer vorbereitet: Auf einem der Balken in der Kaserne, die einst als Häftlingsunterkunft diente, ist noch immer „Arbeit macht frei“ zu lesen. So heißt auch ein Klavierstück des Komponisten Walter Arlen, der 1938 Österreich verlassen musste.